wieviele Merkmale einbeziehen?

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wieviele Merkmale einbeziehen?

Beitragvon Gast » 3. Juli 2006, 17:17

hallo!

möchte schauen, ob anhand der Interessenorientierungen die Gruppenzugehörigkeit (Gruppe = Studienrichtung --> 2 verschiedene Studienrichtungen) gut vorhersagt werden kann.

ist es besser, nur jene Interessenorientierungen in die Diskriminanzanalyase einzubeziehen, bei denen sich in einer zuvorgehenden Varianzanalyse signifikante Unterschiede zwischen den 2 studienrichtungen gezeigt haben oder alle 6 Interessenorientierungen?

Lg Silvia

PS: falls sich wieder Michael meiner Frage "erbarmt", möchte ich mich für die vielen Fragen in letzter Zeit entschuldigen. Bin aber zum Glück schon fast fertig mit der Auswertung u. werde dich nicht mehr lange mit Fragen löchern.
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Re: wieviele Merkmale einbeziehen?

Beitragvon Gast » 3. Juli 2006, 17:56

noch eine Frage zur DA:

der Box-M-Test ist signifikant (p = .005). kann ich die DA trotzdem rechnen oder soll ich auf ein anderes Verfahren (z.B logistische Regression?) ausweichen?

lg silvia
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Re: wieviele Merkmale einbeziehen?

Beitragvon Michael Weber » 3. Juli 2006, 21:06

Also ganz generell würde ich eigentlich nicht unbedingt beides (VA und DA) verwenden. Wenn würde ich aber alle 6 Interessensvariablen mit hineinnehmen. Auch hier gilt: AVs dürfen nicht voneinander abhängig sein

MfG

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Re: wieviele Merkmale einbeziehen?

Beitragvon Nila » 8. Dezember 2006, 21:58

hallo michael,
du hattest recht mit deinen ratschlägen zu meinen fragebogen (siehe faktorenanalyse). jetzt möchte ich meine probanden danach einteilen, ob sie männer eher höher in männlichen eigenschaften bewerten als in weiblichen und diese dann als eher traditionellere gruppe definieren und bei den frauen das gleiche und dann anschließend eine dirkiminanzanalyse durchführen inwieweit die geschlechtsrollenorientierung in partnerschaften das akademische selbstkonzept in deutsch und mathematik vorhersagt und auch die allgemeine normative geschlechtsrollenorientierung.
kannst du mir vielleicht einen tipp geben, wie ich diese gruppen einteile und ob meine überlegungen so auch richtig sind???

wäre dir wahnsinnig dankbar! ist auch meine letzte berechnung!!!dann ist hoffentlich ruhe mit meinen fragen;-).

lg
Nila

 
 
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Re: wieviele Merkmale einbeziehen?

Beitragvon Michael Weber » 9. Dezember 2006, 00:38

wie schauen die Variablen akademische selbstkonzept in deutsch und mathematik denn aus? ist sie nominal, ordinal oder metrisch? falls nominal und ordinal mit wievielen abstufungen?
und ist die Geschlechtsrollenorientierung eine Variable oder besteht sie aus mehreren skalen? Fragen, ohne deren genaue Antworten ich die Frage so leider nicht beantworten kann

MfG

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Re: wieviele Merkmale einbeziehen?

Beitragvon Nila » 9. Dezember 2006, 01:34

okay, ja klar, sorry....

also die normative geschlechtsrollenorientierung besteht aus 1 faktor mit 6 abstufungen (stimme zu-stimme nicht zu), das selbstkonzept in mathematik ist ein faktor und das selbstkonzept in deutsch ebenso und auch mit 6 abstufungen.

danke fürs späte antworten! sitz grad wieder mal an der diplomarbeit;-).

lg
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Re: wieviele Merkmale einbeziehen?

Beitragvon Michael Weber » 10. Dezember 2006, 21:38

sprich man kann von 3 metrischen Variablen ausgehen? (nehme mal an "1 faktor mit 6 abstufungen" bedeutet, dass es ein summenscore ist, in den mehrere Items mit je 6 abstufungen eingehen). Wenn ja dann ist die DA eher ungeeignet. Würde dann eine multiple Regression rechnen. AV ist ja "metrisch" und nicht nominal. Sollte AV "nur" auf Rangskalenniveau liegen, dann halt eine ordinale Regression

MfG

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Re: wieviele Merkmale einbeziehen?

Beitragvon Nila » 10. Dezember 2006, 21:48

danke, bin jetzt zu was andren übergegangen und rechne jetzt einfach wieder varianzanalysen. da sich überhaupt keine gruppen in meinen daten finden ließen.

lg
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Re: wieviele Merkmale einbeziehen?

Beitragvon Michael Weber » 10. Dezember 2006, 22:25

und was sind da dann die UVs?? Das Geschlecht?
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Re: wieviele Merkmale einbeziehen?

Beitragvon astrid3011 » 22. Oktober 2008, 16:15

hallo! bitte um hilfe!
Ich habe 4 gruppen von Rauchern (Schwache, starke, NichtraucherInnen und ExraucherInnen). Nun habe ich mittels einfaktoriellen VAs geprüft, ob sich die Rauchergruppen in bezug auf diverse Daten unterscheiden. Diese wären: Alter, Geschlecht, Familienstand, Ausbildung, Beruf, Parnterschaft (ja/nein), Rauchverhalten der Eltern, Geschwisteranzahl, Trinkgewohnheiten.
In den VAs werden Alter, Familienstand, Ausbildung, Beruf und Rauchverhalten der Eltern signifikant.
Geschwisteranzahl und Trinkgewohnheiten nicht.

Nun wollte ich wissen, welche Variable/n am wichtigsten ist/sind, um in etwa vorauszusagen welcher Gruppe jemand zugehört.
Ist es da sinnvoll, die in der VA nichtsignifikant gewordenen Variablen dazuzunehmen, oder nur die signifikanten?

ich hab jetzt erstmal alle oben genannten Variablen einer DA unterzogen.

es kommt folgendes raus:

- Varianzen der funktionen: 1.: 74,7%, 2.: 16,8%, 3.: 8,6%

- Wilks lambda: Funktion 1-3 ist signifikant, die anderen beiden nicht.

--> das heißt, man schaut sich nur die erste Funktion im Folgenden an.

- standardisierte kanon. Disk.funkt.koeffizienten:

Geschlecht: -.010
Alter: .549
Fam.stand: .188
Ausbildung: -.237
Beruf: .301
Parnterschaft: .095
Rauchverhalten der Eltern: .678
Geschwisteranzahl: .327
Trinkgewohnheiten: -.272

- Strukturmatrix:

Rauchverh. der Eltern: .631*
Beruf: .358*
Geschwisteranzhal: .168*
Parnerschaft: -.066
Fam.stand: .170
Alter: .566
Trinkgewohnheiten: -.140
Ausbild.: -.149
Geschlecht: -.029

Frage: schaut man sich jetzt die standardisierten Koeffifienten an, die ja wie eine Korrelation zu interpretieren sind?
Oder die Strukturmatrix, die die Variablen nach ihrer Wichtigkeit sortiert (wobei mir nicht eingeht, wieso die Geschwisteranzhal da so weit oben steht und das Alter nicht)?...heißen die Sternchen, dass die 3 Variablen die wichtigsten sind??

Wieso ist dann die Geschwisteranzahl nicht signifikant bei der VA?

Die Klassifizierungsstatistiken ergeben, dass 50% der ursprünglich gruppierten Fälle korrekt klassifiziert wurden, 44% der kreuzvalidierten. Das ist ja nicht besonders viel oder? sollte ich einige UVs rausnehmen (zb die bei der VA nicht signifikanten), um ein genaueres Ergebnis zu erhalten?

und noch was:
welcher wert ist am größten und am kleinsten (Gruppen-Zentroide)?:
7,143E-02
.386
-.502
1.012

das E verwirrt mich total...

vielen dank schon mal im voraus für die beantwortung!
astrid3011

 
 
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Re: wieviele Merkmale einbeziehen?

Beitragvon Michael Weber » 23. Oktober 2008, 23:45

ähäm, aber Varianzanalysen eigenen sich nur für metrische AVs. Geschlecht, Familienstand, Ausbildung Beruf usw sind sicher alles andere als metrisch!!!
Damit sind sowohl VAs als auch die Diskriminanzananlyse unzulässig. Hier wäre wohl eine multinomial logistische Regression angesagt

MfG

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Re: wieviele Merkmale einbeziehen?

Beitragvon astrid3011 » 24. Oktober 2008, 13:59

wah, blödsinn, hab eh kreuztabellen erstellt! ;) bin schon total verwirrt.... :rolleyes:
ok, dann probier ichs mit einer regression...
astrid3011

 
 
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Re: wieviele Merkmale einbeziehen?

Beitragvon Gast » 8. August 2010, 21:23

hy, habe eine wichtige frage,
ich soll eine klassifikatorische analyse rechnen....ist damit eine diskriminanzfunktion, clusteranalyse, faktorenanalyse oder anderes gemeint??

bitte um hilfe
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Re: wieviele Merkmale einbeziehen?

Beitragvon Michael Weber » 10. August 2010, 09:28

nehme an, es soll eine Clusteranalyse oder eine LCA (latent Class Analyse) sein

MfG

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Re: wieviele Merkmale einbeziehen?

Beitragvon Gast » 10. August 2010, 17:20

aha, dann wird das wahrscheinlich LCA sein.
kann ich ja in spss nicht rechnen oder? amos 5 geht schon?
Gast
 

Re: wieviele Merkmale einbeziehen?

Beitragvon Michael Weber » 11. August 2010, 20:35

LCA geht weder mit SPSS noch mit AMOS. geht z.B. mit R, LEM (beides Freeware) oder z.B. Latent Gold oder Mplus

MfG

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Re: wieviele Merkmale einbeziehen?

Beitragvon Gast » 12. August 2010, 09:42

danke, danke, danke

ich finde aber das LEM programm nicht, gibt es da eine homepage?
Gast
 

Re: wieviele Merkmale einbeziehen?

Beitragvon Michael Weber » 12. August 2010, 09:57

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Re: wieviele Merkmale einbeziehen?

Beitragvon Gast » 15. August 2010, 22:13

oje, ich kenn mich mit diesem programm gar nicht aus....
wie bekomme ich denn SPSS daten ins LEM?

lg
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Re: wieviele Merkmale einbeziehen?

Beitragvon Michael Weber » 16. August 2010, 14:39

kann sie als dat file speichern und so einlesen lassen. wichtig wäre sich das manual dazu durchzulesen.

MfG

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Re: wieviele Merkmale einbeziehen?

Beitragvon Gast » 16. August 2010, 18:21

ok ich versuche das mal
danke für die schnellen antworten
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Re: wieviele Merkmale einbeziehen?

Beitragvon gastgast » 29. August 2012, 19:15

gibt es eigentlich ein verfahren, dass man anstatt der diskriminanzanalyse verwenden kann, wenn voraussetzungen gebrochen sind? (normalverteilung)
gastgast
 

Re: wieviele Merkmale einbeziehen?

Beitragvon Michael Weber » 30. August 2012, 10:32

Ich halte die NV also Voraussetzung generell für nicht so wesentlich (schon alleien weil die Tests bei großen Fallzahlen i.A. extrem overpowered sind). Es kommt aber natürlich auf Fallzahl und konkrete Verteilung an. Außerdem gilt, dass die NV korrekt geprüft werden muss. Wenn man z.B. eine Variable hat, die gut zwischen 2 Gruppen diskriminiert und in beiden Gruppen NV ist, man die NV aber über beide Gruppen hinweg prüft, erhält man (klarerweise) ein signifikantes Ergebnis.

MfG

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Re: wieviele Merkmale einbeziehen?

Beitragvon Lia* » 31. August 2012, 10:40

ich untersuche für meine DA mittels abh. MANOVA, ob sich sich Menschen mit Depressionen, mit unterschwelligen Depressionen bzw. Menschen ohne Depressionen in Bezug auf mehrere autobiographische Gedächtnisfähigkeiten (AVs) signifikant unterscheiden. Von einer abhängigen MANOVA gehe ich aus, da ich eine Parallelisierung in Bezug auf Alter, Geschlecht und Bildung durchgeführt habe. Nun wollte ich eigentlich eine Diskriminanzanalyse durchführen, um zu schauen, welche Merkmalsvariablen dazu dienen, besonders gut zwischen den drei Gruppierungen zu unterscheiden.
Nun ist eine Voraussetzung der Diskriminanzanalyse aber: kein Element dar gleichzeitig mehreren Gruppen zugeordnet sein. Und ich bin mir grad unsicher, ob diese Voraussetzung nicht bei der Verwendung von parallelisierten Stichproben verletzt ist?
also konkludierend meine Frage: kann man die Diskriminanzanalyse verwenden, wenn die Gruppen parallelisiert wurden?
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Re: wieviele Merkmale einbeziehen?

Beitragvon Michael Weber » 31. August 2012, 13:46

Da man für die DA die Daten ohnehin untereinanderanordnen muss, ist die Parallelisierung für das Programm ohnehin aufgegeben worden

MfG

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