Voraussetzungen

Moderatoren: Jeff_Mangum, Michael Weber

Voraussetzungen

Beitragvon Gast » 19. März 2007, 17:22

Peinliche Frage, aber ich bin mir jetzt ehrlich gesagt unsicher, weshalb man die NV und v. a. die Homogenität der Varianzen als Voraussetzung braucht. Und der Bortz gibt darüber auch keine wirkliche Auskunft.
Gast
 

Re: Voraussetzungen

Beitragvon Michael Weber » 19. März 2007, 21:21

Sofern man NV als Voraussetzung erachtet (ist ja relativ), dann deswegen, weil Mittelwert und Varianzen nur bei NV verteilten Daten, Stichprobe "brauchbar" beschreiben (also Mittelwert all die schönen Eigenschaften hat, die man ihm gerne zuordnet).

Die Homogenität der Varianzen wird benötigt, damit das Starke Gesetz der großen Zahlen (SGdGZ) gilt, sofern alle µs ident sind..

Und da die VA die Gültigkeit des SGdGZ prüft, wäre bei nicht homogenen Varianzen nicht klar, ob "Verletzung der H0" an unterschiedlichen µs oder unterschiedlichen Sigmas liegt.

Außerdem: unterschiedliche Varianzen bedeuten unterschiedlich genaue Messungen pro Gruppe. Das ist beim Gruppenvergleich problematisch

MfG

MW
Benutzeravatar
Michael Weber

 
 
Beiträge: 3013
Registriert: 19. Dezember 2001, 19:31

Re: Voraussetzungen

Beitragvon Gast » 19. März 2007, 22:03

Vielen Dank!
Aber entspricht das eigentlich der Realität, dass sich Gruppen unterscheiden (hier angenommen halt im Mittelwert) und aber gleichzeitig dieselbe Verteilung mit derselben Varianz haben?
Gast
 

Re: Voraussetzungen

Beitragvon Michael Weber » 19. März 2007, 22:54

wieso nicht? Können ja NVs mit verschiedenen Mittelwerte sein, aber Varianzen sind gleich

MfG

MW
Benutzeravatar
Michael Weber

 
 
Beiträge: 3013
Registriert: 19. Dezember 2001, 19:31

Re: Voraussetzungen

Beitragvon Gast » 10. Juni 2007, 00:27

Lieber Michael,

ich glaube, das ist jetzt eher eine blöde Frage, aber prüft man, wenn man bei einer 3 faktoriellen VA die abhängige Variable auf NV prüft, die RESIDUEN oder die "normalen" Werte???

Die Residuen wären bei mir nämlich normalverteilt, aber die anderen Werte nicht.

Vielen Dank im Voraus
Gast
 

Re: Voraussetzungen

Beitragvon Michael Weber » 11. Juni 2007, 23:40

Da man jede Gruppe getrennt berechnet sollten (Fälle gleichzeitig nach allen UVs aufteilen), sowohl die Residuen als auch die normalen Werte das selbe Ergebnis liefern.

MFG

MW
Benutzeravatar
Michael Weber

 
 
Beiträge: 3013
Registriert: 19. Dezember 2001, 19:31

Re: Voraussetzungen

Beitragvon rilli » 26. Juni 2007, 12:01

Fragen zu den Voraussetzungen:

1. Betrachtet man bei der NV der Residuen die standardisierten oder die nicht-standardisierten (oder macht das eh keinen Unterschied)?

2. Was für Voraussetzungem uss man zusätzlich berücksichtigen bei einer Kovarianzanalyse? Wenn ích eine Kovarianzanalyse rechne, kommt mir ein Wert für den Box-M test heraus. Überprüft der alle UVs auf Homogenität (meine "normalen" und die kovariable)?
rilli

 
 
Beiträge: 55
Registriert: 12. Oktober 2002, 16:41

Re: Voraussetzungen

Beitragvon Michael Weber » 26. Juni 2007, 15:13

@ 1) die nicht standardisierten

@ 2) die homogenität der UVs wir d nie gepürft. Mittels BOx M Test wird die Gleichheit der Varianz Kovarianzmatrix der AV über die Stufen der UVs geprüft. Kovarianzen müssen deswegen gelichs ein, da bei KoVA ja die Korrelation zwischen Kovariate und AV in allen Kombinationen der Stufen der UVs gleich sein müssen
MfG

MW
Benutzeravatar
Michael Weber

 
 
Beiträge: 3013
Registriert: 19. Dezember 2001, 19:31

Re: Voraussetzungen

Beitragvon Gast » 19. Mai 2008, 16:52

Frage zur Überprüfung der Voraussetzungen:
Bei einer univariaten Varianzanalyse- überprüfe ich da die Homogenität der Varianzen auch mittels Levene Test-und wenn ja, wo finde ich den in SPSS?
Wäre mir eine große Hilfe, wenn mir das jemand beantworten könnte- Dankeschön!
Gast
 

Re: Voraussetzungen

Beitragvon Michael Weber » 20. Mai 2008, 18:12

indem man bei der der berechnung der VA z.B via Analysieren => Mittelwerte vergleichen => einfache ANOVA unter "Optionen" angibt, dass ein Homogenitätstest gemacht werden soll

MfG

MW
Benutzeravatar
Michael Weber

 
 
Beiträge: 3013
Registriert: 19. Dezember 2001, 19:31

Re: Voraussetzungen

Beitragvon Gast » 26. Mai 2008, 15:43

Wenn man bei einer 2-faktoriellen univariaten Varianzanalyse bei Optionen Homogenitätstest anklickt und bei der Ausgabe der Levené-Test dann signifikant ausfällt, bedeutet das, dass man die Varianzanalyse nicht rechnen darf auch wenn die anderen Voraussetzungen erfüllt sind? Und wenn nicht auf welches andere Verfahren soll man dann am besten zurückgreifen?

Wäre super wenn mir da jemand weiterhelfen könnte.
LG
Gast
 

Re: Voraussetzungen

Beitragvon Gast » 26. Mai 2008, 15:48

Hat sich schon erledigt, bin gerade draufgekommen das ich mich bei den Nullern nach dem Komma verschaut habe ist ja garnicht signifikant ausgefallen :))
Gast
 

Re: Voraussetzungen

Beitragvon Gast » 10. Juli 2008, 18:46

tut mir leid, wenn das ne blöde frage is, aber steh grad auf der leitung:

muss ja für meine multifaktorielle VA die normalverteilung der residuen prüfen.
meine av sind 4 skalen, aber wie berechne ich daraus die residuen?

lg claudia
Gast
 

Re: Voraussetzungen

Beitragvon Michael Weber » 15. Juli 2008, 14:34

Kann sich die Residuen unter Optionen ausgeben lassen

Mfg

MW
Benutzeravatar
Michael Weber

 
 
Beiträge: 3013
Registriert: 19. Dezember 2001, 19:31

Re: Voraussetzungen

Beitragvon Gast » 15. Juli 2008, 15:28

Hallo!

Habe nun eine multifaktorielle Varianzanalyse gerechnet mit 4 Skalen als meine AV und erhalte beim Output folgende Warnung:

"Der Box-Test auf Gleichheit der Kovarianzmatrizen wird nicht berechnet, weil weniger als zwei nichtsinguläre Zellen-Kovarianzmatrizen vorhanden sind."

Was ist damit gemeint? Und heißt das, dass eine der Voraussetzungen nicht erfüllt ist und ich keine Varianzanalyse rechnen kann!?

Danke und liebe Grüße, Barbara
Gast
 

Re: Voraussetzungen

Beitragvon Gast » 27. November 2008, 10:13

Hallo!

Ich habe eine 3faktorielle VA mit Messwiederholung (pretest und posttest) gerechnet. Leider ist der LEvene Test beim pretest signifikant, beim posttest passt es aber (n.s.). Also voraussetzung nicht erfüllt. friedmann test ist nicht gut bei mir, weil meine WW sehr wichtig sind. was kann ich jetzt machen? hab mal gelesen, das ich das signifikanznivau auf 0,01 heruntersetzen könnte... ginge das, oder darf ich wirklich keine VA mehr rechnen?
danke für eure hilfe!
lg pela
Gast
 

Re: Voraussetzungen

Beitragvon Michael Weber » 27. November 2008, 15:19

was wäre, wenn mna als AV gleich die Differenz zwischen PRÄ und Post Test heranzieht? Nehme an, dass man an den eventuell unterschiedlichen "Veränderungen" interessiert ist und die Differenz wäre ein durchaus geeignetes Maß dafür (btw. bei der 3 fachen mit Messwiederholung werden alle Interaktionen mit Zeit ohnehin auf die Differenz bezogen; also z.B Geschlecht*Zeit ist eigentlich ein t-Test mit AV Differenz von prä und post Test).

MfG

MW
Benutzeravatar
Michael Weber

 
 
Beiträge: 3013
Registriert: 19. Dezember 2001, 19:31

Re: Voraussetzungen

Beitragvon Gast » 28. November 2008, 20:36

Hallo Michael,

erstmals vielen dank für deine hilfe! das mit der differenz hab ich ausprobiert, leider ist auch da der levene test sig! also doch die 3-fache VA und bei der interpretation vorsichtig sein? darf ich das?
lg pela
Gast
 

Re: Voraussetzungen

Beitragvon Michael Weber » 29. November 2008, 13:58

prinzipiell ja, aber sowas hängt halt auch immer von dem/der BetreuerIn ab

MfG

MW
Benutzeravatar
Michael Weber

 
 
Beiträge: 3013
Registriert: 19. Dezember 2001, 19:31

Re: Voraussetzungen

Beitragvon max08 » 14. Mai 2009, 12:28

Hallo Michi!
Hab eine zweifaktorielle univariate Kovarianzanalyse. Aber leider wird bei der Überprüfung der Voraussetzungen der Levene-Test mit .005 signifikant. Was mach ich jetzt. Darf ich die Kovarianzanalyse trotzdem rechnen und interpretieren? Eine Antwort würde mir sehr weiterhelfen!

lg max
max08
 

Re: Voraussetzungen

Beitragvon max08 » 14. Mai 2009, 12:31

Ach ja, meine Stichprobe umfasst 306 Leute, hilft das wenn die Voraussetzung der homogenität verletzt ist?
lg max
max08
 

Re: Voraussetzungen

Beitragvon M Weber » 17. Mai 2009, 11:21

Die wesentlich wichtigere Frage ist, ob die Regressionsgeraden in den inzelnen Gruppen ident sind (denn nur dann wird der Einfluss der Kovariate korrekt "herausgerechnet". Das kann man Prüfen indem man eine Interaktion zwischen Kovariate und UVs modelliert.
@ Stichprobengröße und signifikanz: generell gilt je größer die Stichprobe desto mächtiger ein Test und damit wird er umso leichter signifikant. Da es hierbei aber nicht um die Gesamtstichprobe geht, sondern um die Stichproben größen der einzelnen subgruppen (von denen ich nicht weiß, wieviele es sind und wie groß die einzelnen Gruppen nun wirklich sind) kann ich dazu wenig sagen.
Sollten die Gruppen relativ gleich groß sein sind Verletzungen der Voraussetzungen "weniger" problematisch. verzerrend können sie natürlich troztzdem wirken.

LG

MW
M Weber
 

Re: Voraussetzungen

Beitragvon Gast » 20. Dezember 2009, 16:58

Ich muss für meine DA eine mehrfaktorielle VA mit Messwiederholung rechnen. Wie überprüfe ich hierfür die NV?

Vielen Dank!

lg
Gast
 

Re: Voraussetzungen

Beitragvon Michael Weber » 16. Januar 2010, 19:17

indem man die Daten gleichzeitig nach allen UVs aufteilt und dann den KS Test rechnet => bekommt damit für jede einzelne Stichprobe eine Überprüfung der NV

MfG

MW
Benutzeravatar
Michael Weber

 
 
Beiträge: 3013
Registriert: 19. Dezember 2001, 19:31

Re: Voraussetzungen

Beitragvon bulaska » 23. Mai 2010, 14:48

ich hab genau das gemacht und leider liegt keine NV in meiner gruppen vor. dabei sind die gruppengrößen auch recht unterschiedlich (m: 92 und w: 29). kann ich trotzdem eine VA mit messwiederholung rechnen? levens test und die anderen voraussetzungen passen gut. danke!
bulaska

 
 
Beiträge: 68
Registriert: 9. November 2005, 14:45

Schnellantwort

:
Um automatische Eingaben zu unterbinden, musst du die beiden angezeigten Wörter in das untenstehende Feld eingeben.
   
Nächste

Zurück zu Varianzanalysen



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast