Moderator: Michael Weber

Gast hat am 05.02.2010 um 16:26:10 geschrieben:hallo!
ich habe eine frage zu meiner diplomarbeit - ich bin mir total unsicher, wie ich meine auswertung angehen soll.
ich hab 2 AV: metrische daten zweier skalen eines burnout- fragebogens
und ich hab extrem viele UV, die in 4 "gruppen" unterteilt sind. einerseits hab ich mitarbeiterspezifische aspekte (10, manche davon metrisch, manche nominal), klientenspezifische aspekte (3, alle metrisch), organisationsspezifische aspekte (11, ebenso metrisch bzw. nominal) und einen vierten aspekt, der ebenfalls metrisch is.
ich wollt eigentlich eine varianzanalyse rechnen, aber wenn ich das jetzt alles in eine schmeiß - glaub irgendwie nicht dass das sinnvoll is. und wenn ichs auf mehrere varianzanalysen aufteil is ja wieder das problem mit der alpha - adjustierung...
ich steh einfach völlig an![]()
wär sehr dankbar für ein paar anregungen!
danke

Gast hat am 06.02.2010 um 09:23:44 geschrieben:also ...
stichprobengröße: 197
zu meinen uv's: das sind sachen wie berufsalter und jobalter (metrisch), position innerhalb der organisation (leitend vs betreuend), zu leistende wochenstunden, ausbildung (berufsspezifische ausbildung vs. keine), fort- und weiterbildungen (ja/nein), motivation (ordinal), selbsteinschätzung der beruflichen eignung (ordinal), stärke der belastung in beruf und privatleben (ordinal)
dann gibts nich klientenspezifische variablen: schweregrad der behinderung (metrisch), betroffenheit von zusätzlichen behinderungen (metrisch) und Betreuungsverhältnis (metrisch)
dann die organisationsspezifischen Aspekte: art der einrichtung (arbeit vs. wohnen), anzahl der klienten, supervision (ja/nein), teambesprechungen (ja/nein), leisten wacher nachtdienste (ja/ nein), unterstützung der kollegen (metrisch), führung (metrisch), organisation des dienstplans (nominal), organisation der arbeitsabläufe, definition der aufgabenverteilung und gerechtigkeit der aufgabenverteilung (alles ordinal)
und dann gibt's noch was, das nennt sich "berücksichtigung der autonomie der klienten" (metrisch)
so ... und meine hypothesen:
- ausprägungen der burnout- symptome lassen sich auf basis der mitarbeiter-, klienten- und organisationsspezifischen aspekte diskriminieren.
- wechselwirkungen zwischen den mitarbeiter-, klienten- und organisationsspezifischen variablen in der einflusswirkung auf burnout
- und dann gibts halt ganz viele zusammenhangs und unterschiedshypothesen zu den einzelnen variablen, z. B. betreuungspersonen mit berufsspezifischer Ausbildung weisen geringere burnout- symptome auf als solche ohne ausbildung
es gibt einige gerichtete hypothesen, weil viel davon auch schon mal untersucht worden is; darum wärs auch schön, sich die wechselwirkungen anzuschauen, weil das noch nicht wirklich untersucht worden is. und es gibt etlich neue variablen mit ungericheten hypothesen.
ich hoff es sind alle fragen beantwortet und du kannst ein bisschen licht in mein statistik- dunkl bringen
danke für deine hilfe
lg, elli


Gast hat am 08.02.2010 um 09:47:02 geschrieben:vielen dank für eure anmerkungen und ratschläge. das problem mit der stichprobe war mir von anfang bewusst, aber mein betreuer wollte all diese einflussvariablen erhoben haben ....wenns nach mir gegangen wär, hätte meine ganze untersuchung ohnehin anders ausgeschaut, aber naja ...
und was mach ich mit meinen wechselwirkungen und einzelhypothesen? ich nehme jetzt mal an, dass sowieso, wenn überhaupt nur ein paar variablen signifikant korrelieren. und das krieg ich ja dann mit der lin. regression raus, welche das sind. kann ich dann nicht einfach mit diesen "wenigen" variablen noch varianzanalyse rechnen um mir die anderen sachen noch genauer anzuschauen? oder gibts irgendwelchen anderen vorschläge?
noch mal vielen dank ....
elli

Gast hat am 08.02.2010 um 09:49:41 geschrieben:ach ja ... und die frage zu den ordinalen daten ....
ich hab die motivation und all diese dinge mit ganz einfachen selbst erstellten items erfragt ... und immer nur ein item zu einer varable. deshalb hab ich jetzt mal angenommen, dass die eher nur ordinal sind und nicht unbedingt metrisch.


Gast hat am 08.02.2010 um 11:45:22 geschrieben:aber kann ich meine metrischen uv's nicht als kovariaten im einer ancova verwenden?
... und wegen dem antwortformat bei den items: das is zum beispiel für die eignungs-frage: sehr gut, gut, mittel, schlecht, sehr schlecht. oder bei den gerechtigkeitsfragen: gerecht, einigermaßen gerecht, verbesserungswürdig, einigermaßen ungerecht und ungerecht.
für die multiple regression muss ich mich jetzt erst mal einlesen ... hab ich mich noch nicht wirklich genau mit beschäftigt. welches einbeziehen der daten is denn da zu empfehlen? stufenweise oder alle auf einmal? ich weiß, dass das was damit zu tun hat, wie viel vorinformationen und theoretischen hintergrund man schon über das thema hat. aber wenns so is wie bei mir, dass ich für manche variablen ahnung aus vorigen studien hab über korrelationsrichtung und so weiter und für manchen variablen nicht .... welche variante nehm ich dann am besten zum einbeziehen der varibalen? und krieg ich mit der lin. reg. die selbe menge an informationen wie aus einer ancova? also kann ich aufgrund meiner lin. reg. dann auch meine einzelhypothesen beantworten? ... wie gesagt, ich hab noch wenig bis keine ahnung über die multiple lin. reg. (werd ich aber jetzt schleunigst versuchen zu ändern)! sorry ....
lg

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