Da ja leider immer wieder nur auf frühere Posts (oftmals in sehr rüdem Ton) verwiesen wird, wenn jemand fragt, wo man das Propädetikum machen würde beginne ich mal, meine Erfahrungen zu posten. Meiner Meinung nach ist es immer interessant über die Eindrücke anderer zu lesen, also ist das auch ein Aufruf an andere sich mitzuteilen

Also, ich war im Laufe des vergangenen Wintersemesters bei Infoabenden vom Hopp, vom ÖTZ-NLP und von der ARGE und bei einem persönlichen Termin beim ÖAGG. Ich komme ins 10. und letzte Semester meines Psychologiestudiums und würde gerne ein paar Kurse des Props mitlaufen lassen, solange ich noch etwas in Wien zu tun habe. Da ich ab Herbst / Winter (nach der Diplomprüfung) mit dem Fachpraktikum zum KlinGes an einer niederösterreichischen Klinik beginnen werde, war mir besonders wichtig, dass die Kurse zeitlich flexibel stattfinden (auch wegen der Vereinbarkeit mit den Theoriekursen für den KlinGes) und die Seminarorte zentral in Wien liegen.
Meine Eindrücke zu den verschiedenen Anbietern:
Hopp:
- Um im Sommersemester beginnen zu können hätte man sich schon im November / Dezember anmelden müssen, was mir zu unflexibel war, da zu diesem Zeitpunkt noch nicht geklärt war, ob ich aus finanziellen Gesichtspunkten schon mit dem Prop beginnen kann. Und jetzt ist es zu spät sich noch fürs SS anzumelden. Die Tatsache, dass man nicht jederzeit einsteigen kann war für mich ein großes Manko.
- Beim Hopp gibt es Semestergebühren, das heißt man hat einen gewissen Zeitdruck, alles so schnell wie möglich abzuschließen (es sei denn Geld spielt keine Rolle).
- Die Organisation (Uni -> staatlich -> bürokratisch und nicht dienstleistungsorientiert) soll nicht so toll sein, wie ich von einigen Bekannten gehört habe.
- Jeder Kurs findet nur einmal im Semester statt und ist auch oft nicht geblockt - es hat zeitlich einfach überhaupt nicht für mich gepasst.
- Anrechnung kostet etwas
- Keine Kostenersparnis bei Einmalzahlung
ÖTZ-NLP:
- Postiv war für mich, dass man jederzeit einsteigen kann.
- Alle Kurse finden einmal im Laufe eines Jahres statt, das heißt einerseits, dass man das Prop auch in einem Jahr absolvieren kann, und andererseits, dass man wenn man zu einem oder mehreren Terminen nicht kann (was bei mir sehr wahrscheinlich ist) auf den nächsten in einem Jahr warten muss. Allerdings wurde beim Infoabend erwähnt, dass es schon Lösungen für solche Personen gibt, die nur einen Kurs verpasst haben.
- Positiv ist auch, dass man individuell beraten wird und Lösungen für speziellen Fälle gesucht werden, da es sich um einen kleineren Anbieter handelt und sie daher flexibler sein können.
- Negativ: Seminarort ist größtenteils Brunn am Gebirge, was für mich schlechter erreichbar ist, als das zentrale Wien (ich komme aus dem nördlichen NÖ und pendle fürs Studium nach Wien)
- Kostenersparnis für PsychologInnen
ARGE:
- War mir irgendwie nicht so sympathisch - beim Infoabend ging es mir zu philosophisch zu.
- Anrechnung kostet relativ viel
- Kurszeiten sind relativ starr und haben auch nicht so gut in meinen Stundenplan gepasst.
- Keine Kostenersparnis bei Einmalzahlung
- Darüber hinaus habe ich mich gar nicht mehr informiert, also genaueres kann ich leider nicht sagen.
ÖAGG:
- Als sehr positiv habe ich das persönliche Gespräch zu Beginn empfunden. Ich habe das Gespräch telefonisch vereinbart, wobei mir die Mitarbeiterin alle Unterlagen und Zeugnisse genannt hat, die ich bezüglich einer Anrechnung mitnehmen sollte. Wie vereinbart, hat sie mich zwei Tage nach dem Termin angerufen um mir alle Kurse zu nennen, die mir angerechnet werden und auch die verbleibenden Kosten.
- Anrechnung ist gratis
- Sehr viele Kurse, vieles findet 2 oder 3 mal im Semester statt - zeitlich flexibel. Vor allem zu den psychotherapeutischen Schulen (A.1) gibt es im Vergleich zu anderen Anbietern ein sehr großes, breitgefächertes Angebot.
- Keine Semestergebühren, man kann sich Zeit lassen solange man will
- Kostenersparnis für Klinische- und GesundheitspsychologInnen (auch im Nachhinein nach Vorlage der Bestätigung, dass man sich in Ausbildung zum KlinGes befindet, noch möglich)
- Keine Kostenersparnis bei Einmalzahlung. Man muss nicht alles auf einmal zahlen (was mir persönlich immer unangenehm bei soviel Geld ist) um einen finanziellen Vorteil zu erhalten, sondern zahlt die Kurse einfach einzeln bevor man sie besucht.
- Man kann teilweise Kurse (in begrenztem Ausmaß) durch sogenannte Literaturarbeiten ersetzen, wobei man dafür nichts bezahlen muss und sich dadurch Geld sparen kann. Gilt bei mir vor allem für die psychotherapeutischen Schulen (A.1). Für einen 10-stündigen Kurs muss man beispielsweise mind. 5 Seiten über die jeweilige Schule schreiben. Welche Literatur dafür verwendet werden soll, legt der ÖAGG fest.
Ich habe mich schließlich für den ÖAGG entschieden, da es einfach für mich am besten gepasst hat. Mir wurde sehr viel angerechnet, wobei ich im Studium darauf geachtet habe, alle 16 Std aus dem Vpfl. Wahlfach Klinische zu machen und viele freie Wahlfächer an der MedUni. Dazu ist es am besten sich die Anrechnungslisten auf der Seite vom Hopp anzusehen (die müssten auch für den ÖAGG gelten). Daran habe ich mich orientiert und mich gezielt für solche Seminare angemeldet die auf den Listen stehen. Damit kann man sich eine Menge Geld ersparen wenn man vor hat, früher oder später das Prop zu machen. Nur als kleiner Hinweis für alle, die das vielleicht noch nicht wissen

Um Missverständnisse zu vermeiden: Das soll keine Werbung für den ÖAGG sein und ich will auch die anderen Anbieter keinesfalls abwerten. Ursprünglich wollt ichs auch beim Hopp machen, da es einfach der bekannteste Anbieter ist. Wo man das Prop macht muss letztendlich eh jeder für sich entscheiden, für mich passt es beim ÖAGG einfach aus obigen Gründen am besten. Es lohnt sich aber auf jeden Fall sich Zeit für die Entscheidung zu nehmen und Infoabende abzuklappern um den Anbietern zu finden, der am besten zu einem persönlich passt.
LG und viel Glück bei eurer Entscheidungsfindung!

Da ja leider immer wieder nur auf frühere Posts (oftmals in sehr rüdem Ton) verwiesen wird, wenn jemand fragt, wo man das Propädetikum machen würde beginne ich mal, meine Erfahrungen zu posten. Meiner Meinung nach ist es immer interessant über die Eindrücke anderer zu lesen, also ist das auch ein Aufruf an andere sich mitzuteilen :)
Also, ich war im Laufe des vergangenen Wintersemesters bei Infoabenden vom Hopp, vom ÖTZ-NLP und von der ARGE und bei einem persönlichen Termin beim ÖAGG. Ich komme ins 10. und letzte Semester meines Psychologiestudiums und würde gerne ein paar Kurse des Props mitlaufen lassen, solange ich noch etwas in Wien zu tun habe. Da ich ab Herbst / Winter (nach der Diplomprüfung) mit dem Fachpraktikum zum KlinGes an einer niederösterreichischen Klinik beginnen werde, war mir besonders wichtig, dass die Kurse zeitlich flexibel stattfinden (auch wegen der Vereinbarkeit mit den Theoriekursen für den KlinGes) und die Seminarorte zentral in Wien liegen.
Meine Eindrücke zu den verschiedenen Anbietern:
Hopp:
- Um im Sommersemester beginnen zu können hätte man sich schon im November / Dezember anmelden müssen, was mir zu unflexibel war, da zu diesem Zeitpunkt noch nicht geklärt war, ob ich aus finanziellen Gesichtspunkten schon mit dem Prop beginnen kann. Und jetzt ist es zu spät sich noch fürs SS anzumelden. Die Tatsache, dass man nicht jederzeit einsteigen kann war für mich ein großes Manko.
- Beim Hopp gibt es Semestergebühren, das heißt man hat einen gewissen Zeitdruck, alles so schnell wie möglich abzuschließen (es sei denn Geld spielt keine Rolle).
- Die Organisation (Uni -> staatlich -> bürokratisch und nicht dienstleistungsorientiert) soll nicht so toll sein, wie ich von einigen Bekannten gehört habe.
- Jeder Kurs findet nur einmal im Semester statt und ist auch oft nicht geblockt - es hat zeitlich einfach überhaupt nicht für mich gepasst.
- Anrechnung kostet etwas
- Keine Kostenersparnis bei Einmalzahlung
ÖTZ-NLP:
- Postiv war für mich, dass man jederzeit einsteigen kann.
- Alle Kurse finden einmal im Laufe eines Jahres statt, das heißt einerseits, dass man das Prop auch in einem Jahr absolvieren kann, und andererseits, dass man wenn man zu einem oder mehreren Terminen nicht kann (was bei mir sehr wahrscheinlich ist) auf den nächsten in einem Jahr warten muss. Allerdings wurde beim Infoabend erwähnt, dass es schon Lösungen für solche Personen gibt, die nur einen Kurs verpasst haben.
- Positiv ist auch, dass man individuell beraten wird und Lösungen für speziellen Fälle gesucht werden, da es sich um einen kleineren Anbieter handelt und sie daher flexibler sein können.
- Negativ: Seminarort ist größtenteils Brunn am Gebirge, was für mich schlechter erreichbar ist, als das zentrale Wien (ich komme aus dem nördlichen NÖ und pendle fürs Studium nach Wien)
- Kostenersparnis für PsychologInnen
ARGE:
- War mir irgendwie nicht so sympathisch - beim Infoabend ging es mir zu philosophisch zu.
- Anrechnung kostet relativ viel
- Kurszeiten sind relativ starr und haben auch nicht so gut in meinen Stundenplan gepasst.
- Keine Kostenersparnis bei Einmalzahlung
- Darüber hinaus habe ich mich gar nicht mehr informiert, also genaueres kann ich leider nicht sagen.
ÖAGG:
- Als sehr positiv habe ich das persönliche Gespräch zu Beginn empfunden. Ich habe das Gespräch telefonisch vereinbart, wobei mir die Mitarbeiterin alle Unterlagen und Zeugnisse genannt hat, die ich bezüglich einer Anrechnung mitnehmen sollte. Wie vereinbart, hat sie mich zwei Tage nach dem Termin angerufen um mir alle Kurse zu nennen, die mir angerechnet werden und auch die verbleibenden Kosten.
- Anrechnung ist gratis
- Sehr viele Kurse, vieles findet 2 oder 3 mal im Semester statt - zeitlich flexibel. Vor allem zu den psychotherapeutischen Schulen (A.1) gibt es im Vergleich zu anderen Anbietern ein sehr großes, breitgefächertes Angebot.
- Keine Semestergebühren, man kann sich Zeit lassen solange man will
- Kostenersparnis für Klinische- und GesundheitspsychologInnen (auch im Nachhinein nach Vorlage der Bestätigung, dass man sich in Ausbildung zum KlinGes befindet, noch möglich)
- Keine Kostenersparnis bei Einmalzahlung. Man muss nicht alles auf einmal zahlen (was mir persönlich immer unangenehm bei soviel Geld ist) um einen finanziellen Vorteil zu erhalten, sondern zahlt die Kurse einfach einzeln bevor man sie besucht.
- Man kann teilweise Kurse (in begrenztem Ausmaß) durch sogenannte Literaturarbeiten ersetzen, wobei man dafür nichts bezahlen muss und sich dadurch Geld sparen kann. Gilt bei mir vor allem für die psychotherapeutischen Schulen (A.1). Für einen 10-stündigen Kurs muss man beispielsweise mind. 5 Seiten über die jeweilige Schule schreiben. Welche Literatur dafür verwendet werden soll, legt der ÖAGG fest.
Ich habe mich schließlich für den ÖAGG entschieden, da es einfach für mich am besten gepasst hat. Mir wurde sehr viel angerechnet, wobei ich im Studium darauf geachtet habe, alle 16 Std aus dem Vpfl. Wahlfach Klinische zu machen und viele freie Wahlfächer an der MedUni. Dazu ist es am besten sich die Anrechnungslisten auf der Seite vom Hopp anzusehen (die müssten auch für den ÖAGG gelten). Daran habe ich mich orientiert und mich gezielt für solche Seminare angemeldet die auf den Listen stehen. Damit kann man sich eine Menge Geld ersparen wenn man vor hat, früher oder später das Prop zu machen. Nur als kleiner Hinweis für alle, die das vielleicht noch nicht wissen ;)
Um Missverständnisse zu vermeiden: Das soll keine Werbung für den ÖAGG sein und ich will auch die anderen Anbieter keinesfalls abwerten. Ursprünglich wollt ichs auch beim Hopp machen, da es einfach der bekannteste Anbieter ist. Wo man das Prop macht muss letztendlich eh jeder für sich entscheiden, für mich passt es beim ÖAGG einfach aus obigen Gründen am besten. Es lohnt sich aber auf jeden Fall sich Zeit für die Entscheidung zu nehmen und Infoabende abzuklappern um den Anbietern zu finden, der am besten zu einem persönlich passt.
LG und viel Glück bei eurer Entscheidungsfindung! :)