Meine beste Freundin

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Meine beste Freundin

Beitragvon blümchennnn » 22. Februar 2012, 17:22

Hallo alle zusammen,

ich hab ein Problem und zwar ich bin schon seit ungefähr 8 Jahren mit meiner besten freundin befreundet. Ich dachte mir schon immer dass sie anders sei als die anderen. Ich wusste nur nie was das war.

Meine Freundin hat eine sehr komische Verhaltensweise.

Sie engt mich ein .. ich darf keine eigene Freunde haben darf mit denen nicht raus ohne sie zu fragen ob sie mit will, da sie sonst stress macht. Dann darf ich mein handy nicht aus machen.. wenn er einmal aus ist und ich ihn wieder anmache sind so um die 14 sms und verpasste anrufe, mit beleidigungen warum ich nicht ran gehe..Und ich habe einen Freund, sie hasst ihn... sie will mich für sich allein.. oder wenn ich mal nicht kann .. dann wird sie sauer und beleidigt mich sogar öffentlich (auf social networks).. sie wird imer wütend und ihr macht es spaß leute fertig zu machen .. ich halte es nicht mehr aus mit ihr.. aber ich kann mich nicht von ihr befreien weil sie in meiner klasse ist ! und wenn ich ihr sage dass ich nicht mehr mit ihr befreundet sein will dann will ich garnicht wissen was sie macht!!!

Oder einemal wollten wir zur bibliothek lernen aber ich wollte da nicht hin weil es zu voll war wollte ich eben in einer anderen.. dann ist sie dort komplett ausgerastet hat geschrien vor jedem und mich beleidigt dann ist sie weg gerannt und hat geweint und mich weggeschubst und weggestoßen und alles ..

Bitteee hilft mir .. ich habe ein bisschen gegoogelt und habe diesen Begriff hier gefunden: Emotional instabile Persönlichkeitsstörung


Könnt ihr mir vielleicht sagen was sie hat ?


Euer Blümchen
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Re: Meine beste Freundin

Beitragvon domanz » 22. Februar 2012, 19:52

Da kann dir nur ein Psychologe mit diagnostischen Kenntnissen sagen, was sie hat, und er dürfte das wegen der Schweigepflicht nicht mal an dich weitergeben. Ich will damit sagen, es hilft dir nichts zu wissen, was deine Freundin hat. Es ist offensichtlich dass sie sehr viel Stress bei dir verursacht, daher musst du eher auf dich schauen und auf das, was du machen kannst und nicht darauf, was sie hat. Ich weiß es ist schei*e, gerade in der Schule, du wirst sie nicht einfach ignorieren oder aus deinem Leben ausblenden können. Du hast mMn nicht viele Möglichkeiten. Du kannst sie ertragen wie bisher, du kannst sie konfrontieren, oder du kannst ihr aus dem Weg gehen. Konfrontieren ist mMn das auf lange Sicht erfolgsversprechendste. Du hast Angst davor dass sie einen Aufstand macht, richtig? Ja lass sie doch. Wenn du mit dir davor, währenddessen und danach im Reinen bist, sollte es für dich machbar sein, ihr zu sagen, dass es so nicht weitergeht. Dann macht sie ihre Szene, zieht sich danach zurück, und dann bitte nicht nachgehen, sondern nach Hause gehen, oder was auch immer danach ansteht. So würde ich es tun wollen.

Das sind alles nur meine persönlichen Gedanken, nicht wissenschaftliches dahinter. Du musst deinen eigenen Weg finden. Das einzige was ich dir unterschreib ist, dass du was tun musst wenn du was anders haben möchtest, dabei ist es ziemlich irrelevant, was deine Freundin hat. Vor allem weil sie nach der Sorte klingt, die sich weder gerne helfen lässt noch einsichtig ist. So wie du sie beschreibst kommt sie sehr kompliziert rüber.
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Re: Meine beste Freundin

Beitragvon Danielle » 22. Februar 2012, 21:01

Hey,

darf ich fragen, ob deine Freundin schon immer so war? Oder ist etwas Gravierendes passiert und seitdem zeigt sie dieser Verhalten? Wie denken deine Freunde, dein Freund, deine Familie über sie?

Du merkst selbst, dass sie, wie Domanz geschrieben hat, enormen Stress bei dir auslöst. Du musst deinen Tagesablauf nach ihr richten, damit sie nicht ausrastet, dich beleidigt und dies sogar öffentlich.
Hier stellt sich für mich die Frage: Wieso hat sie solche Angst dich zu verlieren? Wieso glaubt sie, dass Kontrolle hier die einzige Möglichkeit wäre? Ist hier in der Vergangenheit etwas passiert - zwischen euch oder in ihrer Familie?

Es ist verständlich, dass du sehr an deiner Freundin hängst - besonders, wenn ihr schon so lange befreundet seid. Aber du musst dir bewusst machen, dass dies eine einseitige Beziehung ist. Sie kontrolliert dich und will, dass du so funktionierst wie sie dies für richtig hält.
Ich denke, dass du - wenn du es nicht alleine schaffst - dir durch andere Freunde oder deinen Freund Hilfe suchen sollst und mit ihnen zusammen überlegen sollst, was ihr machen sollst, um ihr beizubringen.
Entweder du versuchst langsam an die Sache heranzugehen und mit ihr zu sprechen, ihr sagen wie wichtig sie dir ist, aber sie dich damit kaputt machst und dies sicher nicht ihre Intention sein kann.
Oder du sagst ihr klipp und klar, dass es so nicht weitergeht, du nicht ihre Marionette bist, sie sich Hilfe suchen soll und du sie bei allem unterstützt.

Dies sind alles Ansätze, die du benutzen kannst, um dir etwas zu überlegen. Auf jeden Fall kann es so nicht weitergehen - sie hat offensichtlich ein Problem, welches auch immer, und du kannst ihr nur versichern, dass du für sie da bist.

Ich würde übrigens nicht so weit gehen und nach irgendwelchen Störungen googeln. Dies bringt dir gar nichts und wenn du deiner Freundin so etwas sagst, kannst du die ganzen Situation vergessen.
Mein Rat: ein ernsthaftes Gespräch, das du dir vorher überlegst, und ihr genau deine Gefühle, Ängste und Meinungen erzählst.

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen.

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Re: Meine beste Freundin

Beitragvon KoRnfuzius » 22. Februar 2012, 21:34

Wer dich öffentlich beleidigt, ständige Erreichbarkeit einfordert, dich als Leibeigene betrachtet und anscheinend öfters grundlose Szenen in der Öffentlichkeit veranstaltet, tut dir auf Dauer nicht gut. Bevor du dich fragst, was sie haben könnte, frage dich Folgendes:

1) Was ist für dich das Beste?
2) Warum lässt du dir so ein Verhalten gefallen?
3) Was kannst du an dir ändern, um nicht in solche "Freund"schaften zu geraten? Du kannst andere Personen nur schwer ändern (falls deine Intention eine Therapie für sie ist, dann wird sie bei ihren narzistischen Tendenzen mit ziemlicher Sicherheit ablehnen). Daher fang lieber bei dir an und überlege, ob du ihr z.B. je aktiv Grenzen gesetzt hast (in Form von klaren Ansagen und bei nochmaligem Auftreten des Verhaltens Kontaktabbruch/Ausschluss auf dem sozialen Umfeld) und ob du das konsequent getan hast. Sofern du inkonsequent warst und z.B. auf die 14 SMS/Anrufe mit Beleidigungen auch noch reagiert hast (vielleicht sogar mit "es tut mir leid"), dann ist das ein Grund, denn so wie sich das für mich anliest, ist vor allem eines für sie Belohnung und damit der Aufrechterhaltung des schlechten Verhaltens förderlich: deine Aufmerksamkeit.

War die am Anfang eurer "Freund"schaft auch schon so?
Wer leichter glaubt, wird schwerer klug.
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Re: Meine beste Freundin

Beitragvon blümchennnn » 22. Februar 2012, 21:42

Ja sie war nur am anfang so ca. für 1 jahr "normal" dann musste sie aufeinmal zum psychologe wegen ihrem Kopf oder so was in der art .. und ab dem zeitpunkt wurde sie so wie ich sie oben beschrieben habe.. ich kann ihr nicht die freundschaft kündigen da sie sonst jeden auf mich drauf hetzt .. immer wenn wir streit haben weil ich beispielsweise nicht zurückgerufen hab oder nicht an meinem handy bin, dann vermeide ich lieber die schule.. denn es ist echt scheiße... dann sind die anderen auch dumm zu mir weil sie angst vor ihr haben.. und sie schiebt dann ihren tisch weg von meinem und alles.. und ich hab keine lust auf sowas kindisches .. -.- und sie ist mir nicht mehr wichtig .. ! ich will sie nicht mehr in meinem leben .. sie zerstört alles.. alle meine beziehungen zu anderen.. weil sie sich immer einmischen muss.. und wenn wir zbs streit haben .. dann schreibt die meine freunde an und sagt denen dass ich eine H*re bin und alles.. ich halte das nicht mehr aus !
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Re: Meine beste Freundin

Beitragvon domanz » 22. Februar 2012, 23:15

Wenn das SO ein Ausmaß annimmt, würde ich das echt deinem Klassenvorstand melden und damit Schulpsychologen und andere Leute aktivieren, das ist nicht mehr lustig, hörst du? Das grenzt an Psychoterror, wenns das nicht schon längst ist, das musst du dir auf keinen Fall gefallen lassen. Das ist eine Situation wo selbst Erwachsene sich Hilfe suchen würden. Hast du schon deinen Eltern erzählt,falls ja, was sagen die dazu?

Wenn das auch nichts hilft würde ich echt dran denken die Schule zu wechseln. Ich finde es sollte an erster Stelle stehen dass du dich in der Klassengemeinschaft zumindest zurechtfindest... wenn das so ein feindliches Umfeld ist, ists echt nicht wert, dort zu bleiben.
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Re: Meine beste Freundin

Beitragvon blümchennnn » 22. Februar 2012, 23:51

ich bedanke mich bei euch allen.. denn meine eltern wollen es nicht wahr haben .. naja jetzt weiß ich wenigstens dass Ich nicht spinne .. aber ich weiß trotzdem nicht was ich machen soll .. hmmm das ist so schwer :-(
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Re: Meine beste Freundin

Beitragvon Revolutionary » 23. Februar 2012, 00:09

Bevor du länger noch an der Situation leidest, und das tust du ja offensichtlich sehr, gebe ich domanz stark recht - Sprich mal mit deinem Klassenvorstand.
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Re: Meine beste Freundin

Beitragvon Danielle » 23. Februar 2012, 00:30

Hallo,

was sagen deine Freunde denn von ihr?

Ich kann dir nur raten den Ratschlag von Domanz anzunehmen - also zum Schulpsychologen zu gehen, zum Direktor, zum Klassenlehrer. Du musst zu jemandem gehen, der dir in solchen Dingen helfen kann.
Das hört sich für mich nach Mobbing und Cybermobbing an. Hier gibt es verschiedene Stellen an die du dich wenden kannst - der Schulpsychologe kann dir hier sicherlich Adressen und Unterstützung geben. Ansonsten gibt es in deiner Stadt sicherlich auch ein Amt, das dir hier weiterhelfen kann.

Rede auch nochmal mit deinem Freund, damit ihr zusammen zum Schulpsychologen gehen könnt. Vielleicht fällt es dir am Anfang dann nicht so schwer.
Es ist auch wichtig, dass du die Unterstützung deiner Eltern hast - versuche nochmal mit ihnen zu reden. Vielleicht kann der Schulpsychologie, Direktor, Klassenlehrer oder sogar dein Freund mit ihnen reden damit sie dir glauben.

Das ist keine aussichtlose Situation - sie ist sicher ungemein schwer für dich, aber sie ist nicht unschaffbar. Und das Wichtigste: Du bist nicht allein! Es gibt genug Stellen, die dir bei solchen Probleme helfen können.
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Re: Meine beste Freundin

Beitragvon blümchennnn » 23. Februar 2012, 20:00

Emotional instabile Persönlichkeitsstörung
Die wesentlichen Merkmale der emotional instabilen Persönlichkeitsstörung oder Borderline-Persönlichkeitsstörung sind nach ICD 10 impulsive Handlungen ohne Berücksichtigung der Konsequenzen; häufige, unvorhersehbare und launenhafte Stimmungsschwankungen; Neigung zu intensiven und instabilen Beziehungen, oft mit der Folge emotionaler Krisen; Störungen und Unsicherheit bezüglich des Selbstbildes, Zielen und inneren Präferenzen; anhaltendes Gefühl der Leere; heftige Zornesausbrüche mit teilweise gewalttätigem Verhalten gegen andere oder gegen sich selbst: autoaggressive Verhaltensweisen und mangelnde Impulskontrolle, welche ein überdauerndes Erlebens- und Verhaltensmuster darstellen. Ferner besteht eine Tendenz zu streitsüchtigem Verhalten und Konflikten mit anderen, insbesondere, wenn impulsive Handlungen unterbunden oder getadelt werden. Ein wichtiges Kennzeichen dieser Störung ist die große Angst vor dem Alleinsein. Menschen mit dieser Erkrankung haben gelegentlich ausgeprägte Trennungsängste, Verlustängste oder Angst vor Isolation, obwohl kein konkreter Grund dazu gegeben ist.

DAS TRIFFT VOLLKOMMEN ZU
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Re: Meine beste Freundin

Beitragvon Danielle » 24. Februar 2012, 00:37

Es kann sein, dass dies auf deine Freundin zutrifft - allerdings gibt es noch genug andere Störungen, die zusammen auftreten und zu solchen Symptomen führen können. Oder organische Ursachen, die abgeklärt werden müssen.
Dann spielen noch die Vergangenheit deiner Freundin, ihre momentane Situation, ihre Erfahrungen in der Kindheit und Jugend, ihre Erfahrungen mit ihren Eltern, Geschwistern, Freunden, Verwandten eine wichtige Rolle und müssen berücksichtigt werden, bevor eine solche Diagnose gestellt werden kann.

Dies sind aber alles Dinge, die du nicht herausfinden kannst, weil dafür ein Psychologe mit diagnostischen Kenntnissen wenn nicht sogar ein klinischer Psychologe benötigt wird, der durch ein genaues Gespräch spezifische Tests aussucht mit denen dann ermittelt wird, was bei deiner Freundin genau zutrifft. Und dies ist nur möglich, wenn SIE freiwillig dorthin geht.

Auch wenn du weißt - "Ja, sie hat eine emotional instabile Persönlichkeit" - bringt das dir nichts, wenn deine Freundin das selbst nicht so sieht und nicht bereit ist etwas daran zu ändern. Oder denkst du, dass es dir besser gehen wird, wenn du weißt du, dass sie diese Störung hat und ihr Verhalten teilweise dadurch bedingt sein kann?
Dies ändert nichts an der Situation, dass sie DEIN Leben emotional, sozial, psychisch und physisch beeinträchtigt. Wenn niemand ihr zeigt, dass dies kein normales Verhalten ist, wird sie nie etwas ändern und in ihrem Erwachsenenalter weitermachen.

Aber du musst dir bewusst machen, dass du ihr Grenzen setzen musst. Sie weiß wie sie dich manipulieren kann und Kontrolle über dich hat - da ist es ganz egal, ob sie eine instabile Persönlichkeitsstörung hat oder nicht.

Auch wenn es dir vielleicht schwer fällt dies zu akzeptieren, aber Mobbing und Bullying sind keine Dinge, die unbewusst und unkontrolliert passieren. Deine Freundin weiß ganz genau, was sie da macht und deswegen musst du ihr zeigen, wie weit sie bei dir gehen kann.
Ein lautes "NEIN - du hörst jetzt auf. Ich lasse mich nicht mehr von dir herumschubsen" kann schon Wunder bewirken. Das sind auch Sätze, die du bspw. zu Hause vorm Spiegel üben kannst, damit du dich sicherer fühlst.
Deine Körpersprache kann hier auch helfen (Schultern nach hinten, gerade stehen, Kopf nach oben - nicht klein machen, Schultern zusammendrücken und Kopf nach unten - damit gehst du nur wieder in die Opferrolle) Selbstwusstsein- und sicherheit auszustrahlen.

Deswegen kann ich nur noch einmal betonen: REDE mit irgendjemandem in deiner Umgebung darüber. Wir können dir nur Ratschläge geben, wie wir mit solchen Situationen umgehen könnten, bzw. wo du dir eventuell Hilfe und Unterstützung suchen kannst. Eine Diagnose können und werden wir nicht stellen, weil das schlichtweg nicht möglich ist.
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