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Kovariate in ANOVA oder Korrelation

Fragen und Antworten zur Statistik I und II, Methodenlehre und Testtheorie

Moderator: Methodik-Team

Kovariate in ANOVA oder Korrelation

Beitragvon Annie » 20. Juni 2017, 15:09

Ich habe eine Frage zu einer explorativen Analyse in meiner Masterarbeit. Ich habe drei Gruppen mit je 20 Personen. Davon sind zwei euthyme klinische Experimentalgruppen (mit Depression und Bipolar-I Störung) und eine gesunde Kontrollgruppe. Ich habe die drei Gruppen mit dem Kruskal-Wallis-Test hinsichtlich ihrer Ruminationsneigung auf den Unterskalen zweier Fragebögen (RPA und RSW) verglichen. Da sich zuvor signifikante Gruppenunterschiede in den Fremdratingverfahren des HAM-D und der YMRS (zur Überprüfung der aktuellen Symptomatik) zeigten, möchte ich eine explorative Berechnung für die aktuelle Symptomatik als Kovariate durchführen. Allerdings weiß ich nicht genau, wie ich dies berechnen soll, bzw. ob ich im Kruskal-Wallis Kovariaten mit aufnehmen kann? Oder müsste ich eine Regression rechnen? Meine Frage für die Berechnung ist, ob die Tendenzen im Ausprägungsgrad auf dem RPA und RSQ bestehen bleiben. [16] [16] [16]
Über Hilfe wäre ich extremst dankbar!
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Re: Kovariate in ANOVA oder Korrelation

Beitragvon Jeff_Mangum » 20. Juni 2017, 15:36

Warum hast du einen Kruskal-Wallis-Test berechnet und keine ANOVA? Bei einer ANOVA wäre es leicht für eine Kovariate zu korrigieren, dazu berechnet man einfach ein Regressionsmodell mit der Gruppenvariable und der Kovariate (wird auch als Kovarianzanalyse bezeichnet). Bei einem Kruskal-Wallis-Test geht das nicht so einfach.

Inhaltlich verstehe ich die Frage übrigens überhaupt nicht, meine Antwort ist also nur unter der Annahme gültig, dass es überhaupt sinnvoll ist, die besagte Variable als Kovariate in einem Modell zu verwenden.
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Re: KovariaKognitive Verhaltenstherapie depressiven Grübelns

Beitragvon Gast » 20. Juni 2017, 15:48

Wahrscheinlich will sie herausfinden, ob die Patientengruppen unabhängig von ihrer aktuellen Symptomschwere eine erhöhte Ruminationsneigung haben (Wenn ja: Warum wurde das therapeutisch nicht aufgegriffen?). Wenn Responder und Remittierte eingeschlossen sind, kann ich mir aber (falls es eine Querschnittsuntersuchung ist) keinen anderen Anwendungsbereich vorstellen als Prädiktionsforschung, die aber den zeitlichen Rahmen einer Masterarbeit sprengen dürfte.

Es gibt von Teismann et al. bei Springer sogar ein Therapiemanual "Kognitive Verhaltenstherapie depressiven Grübelns". Ich würde daher aufpassen, ob die Fragestellung nicht so oder so ähnlich schon in größeren Studien durchgekaut wurde. Dann sollte man es gleich als Replikation bezeichnen. Replikationen sind in der Psychologie besonders wertvoll, weil wir ein massives Problem mit falsch positiven Forschungsergebnissen haben.
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Re: Kovariate in ANOVA oder Korrelation

Beitragvon Annie » 20. Juni 2017, 15:55

Hallo, genau, es ist eine Replikation und ist nur ein Teil der Arbeit (ich habe zusätzlich noch ein experimentelles Paradigma).
Einen Kruskal-Wallis Test habe ich genommen, da meine Voraussetzung für eine ANOVA nicht gegeben ist.
Da Patientengruppen sind eigentlich euthym, haben aber trotzdem Tendenzen auf dem HAM-Dund der YMRS gezeigt. Daher möchte ich schauen, ob ´die Gruppen sich unabhängig von der Symptomschwere in ihrer Ruminationsneigung unterscheiden
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Re: Kovariate in ANOVA oder Korrelation

Beitragvon Gast » 20. Juni 2017, 18:45

Annie hat am 20.06.2017 um 15:55:12 geschrieben:Da Patientengruppen sind eigentlich euthym, haben aber trotzdem Tendenzen auf dem HAM-Dund der YMRS gezeigt.


Nur interessehalber: Was ist mit "eigentlich" euthym und "Tendenzen" auf HAM-D und YMRS gemeint?
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Re: Kovariate in ANOVA oder Korrelation

Beitragvon Jeff_Mangum » 20. Juni 2017, 20:05

Annie hat am 20.06.2017 um 15:55:12 geschrieben:Einen Kruskal-Wallis Test habe ich genommen, da meine Voraussetzung für eine ANOVA nicht gegeben ist.

Welche, und wie hast du das überprüft?
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Re: Kovariate in ANOVA oder Korrelation

Beitragvon Annie » 21. Juni 2017, 08:40

Die Werte der YMRS und der HAMD liegen im Bereich, der noch als euthym gilt
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Re: Kovariate in ANOVA oder Korrelation

Beitragvon Annie » 21. Juni 2017, 08:42

Ich habe kein intervallskalenniveau und keine Normalverteilung, weshalb die Voraussetzung ja nicht gegeben ist
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