Defensio

Geschlossene Themen - Nur noch Leserechte!

Moderator: Moderatoren-Team

Defensio

Beitragvon Legolas » 6. Mai 2007, 21:44

ich würde mir gerne mal so ein defensio anschauen. wisst ihr, wo die termine ausgeschrieben sind? das ist doch auch öffentlich zugänglich wie bei der DA, oder? LG
Legolas

 
 
Beiträge: 39
Registriert: 12. Januar 2003, 17:00

Re: Defensio

Beitragvon Gast » 16. Mai 2007, 13:21

Ja, da kann man zuhören. Zumindest hab ich bei meinem Bruder (Soziologie) zuhören dürfen.
Termine müssten eigentlich bei der HUS aushängen.
Ansonsten würde ich einfach mal der Schubert ein Mail schicken, die weiß das bestimmt.
Gast
 

Re: Defensio

Beitragvon Gast » 19. Dezember 2007, 11:18

Kann jemand detaillierte Informationen zum genauen Ablauf der Defensio geben?

Man hält zuerst ein Referat über die Diss., das ist klar.

Aber wie schaut die "Verteidigung" dann genau aus?

Und zu welcher Theorie bzw. zu welchen Büchern werden dann noch Fragen gestellt? Sucht man sich da was aus? Oder wird der Theorieteil der Diss. als Fragen-Grundlage herangezogen?
Gast
 

Re: Defensio

Beitragvon Gast » 11. Januar 2008, 17:25

War irgendwer schon mal zuhören und kann etwas über den Ablauf berichten?
Gast
 

Re: Defensio

Beitragvon Gast » 25. Januar 2008, 08:19

An der Fakultät Psychologie ist es nicht üblich, dass bei einer Defensio Zuhörer dabei sind., findet unter Aussschluss der Öffentlichkeit statt.
Gast
 

Re: Defensio

Beitragvon Gast » 25. Januar 2008, 08:23

man muss seine Diss. verteidigen, bekommt Fragen dazu, wie sie wissenschaftlich einzureihen ist, Fragen zu überraschenden Ergebnissen, die nicht erwartet worden sind und nicht zur Literatur passen, Fragen, wie man die Untersuchung anders, besser hätte machen können, was wäre dann gewesen, etc.
Gast
 

Re: Defensio

Beitragvon Gast » 27. Januar 2008, 11:52

Danke für die Infos - ist interessant.

D.h., wenn man sich Gedanken über seine Arbeit gemacht hat, sollte die Defensio kein Problem sein, oder?
Gast
 

Re: Defensio

Beitragvon Gast » 29. Februar 2008, 12:05

Wie genau soll das Referat, das man anfangs hält, aufgebaut sein? Wie eine Kombination aus Planungs- und Auswertungsreferat?
Berichtet man also über Erkenntnisinteresse, Theorie, Forschungsfragen, Methoden, Erhebungsinstrumente, Stichprobe, statistische Verfahren und Ergebnisse?
Gast
 

Re: Defensio

Beitragvon Gast » 3. Dezember 2008, 18:58

hallo! wer besteht eigentlich aus der prüfungskomission?? sind das meine beiden begutachter und ein vorsitz? oder können das auch andere professoren sein? kann ich mir den prüfungssenat selber aussuchen, oder macht das die schubert?? und wie lange hat bei euch die begutachtung der arbeit gedauert??
Gast
 

Re: Defensio

Beitragvon Gast » 4. Dezember 2008, 19:20

Die Prüfer sind normalerweise die beiden Gutachter. Zusätzlich gibt es einen Vorsitzenden. Man muss den Prüfungstermin sowieso selbst organisieren und kann daher auch Professoren selbst aussuchen.

Begutachtungszeit kann ganz unterschiedlich sein - je nachdem, wie viel die Professoren grad zu tun haben usw.
Gast
 

Re: Defensio

Beitragvon BlackQueen » 4. Dezember 2008, 19:40

Hallo!

Zuletzt war auf der HP des Instituts mal eine Defensio angekündigt; also denke ich, dass man da schon zuhören gehen kann, sonst müsste der Termin ja nicht bekannt gegeben werden!

lg Tina
BlackQueen

 
 
Beiträge: 78
Registriert: 1. November 2003, 16:16

Re: Defensio

Beitragvon Gast » 8. Dezember 2008, 15:17

Ja, man kann zuhören gehen.
Gast
 

Re: Defensio

Beitragvon Gast » 9. Dezember 2008, 08:49

ist bei einem defensio eures wissens schon mal jemand durchgefallen? mir ist diesbezüglich nichts zu ohren gekommen??
Gast
 

Re: Defensio

Beitragvon Gast » 10. Dezember 2008, 15:16

Ich persönlich kennen niemanden, der/die beim Rigorosum durchgefallen ist. Aber ich gebe zu, so kurz davor (wie es bei mir jetzt scheinbar ist) werde ich langsam sehr nervös und denke mir, vielleicht fliege ich ja durch... . Es gibt ja für alles ein erstes Mal, also bin ich vielleicht die erste, die durchfliegt!? Nein, ich gehe nicht davon aus, aber ja, ich habe gewisse Angst (eigentlich vor allem, weil das Rigorosum für mich eine so unbekannte Situation ist. Diplomprüfung war irgendwie bekannt, weil ich oft zugeschaut und -hört habe, aber Rigorosum?)

Was ich aber von einer Person schon gehört habe, ist, dass sie ein unangenehmes Rigorosum hatte, weil sich die beiden ProfessorInnen nicht verstanden haben und das beim Rigorosum sehr stark herausgekommen ist. Auf Kosten der Kandidatin (=der Bekannten von mir). Und das war ihr im Vorhinein nicht klar, sie wusste nicht, dass sich die beiden nicht "so gut verstehen". Also Prüfer und Vorsitzenden gut wählen! :-)
Gast
 

Re: Defensio

Beitragvon Gast » 10. Dezember 2008, 15:58

hallo!
kann das ganz gut nachvollziehen. bei mir wird es noch länger dauern, weil ich erst eingereicht habe, aber ich hab jetzt schon bammel. im endeffekt denk ich mir aber auch, dass ich mich viel mit meiner arbeit auseinandergesetzt habe und am besten bescheid weiss. muss man da eigentlich noch prüfungsliteratur lernen? was von vorteil ist, dass nicht so viele zuschauen kommen, man ist dann vielleicht auch weniger nervös. hm, wer sind denn deine beiden prüfer??
Gast
 

Re: Defensio

Beitragvon Gast » 10. Dezember 2008, 18:27

Ich glaube, die Anzahl der Zuschauer ist bei mir gar nicht so das Thema, eher, dass mir klar geworden ist (als ich mich das letzte Mal mit meiner Betreuerin=Begutachterin=Erstprüferin getroffen habe), dass lauter Leute drin sitzen werden (wieviele auch immer), die sich wirklich für das Thema interessieren und die daher vermutlich schon einiges zu meinem Thema wissen. Das heißt, die Fragen, die sie stellen können/werden, könnten "unangenehm" sein, insofern, als dass ich vielleicht gefragt werde, warum ich Konzept xy nicht auch betrachtet habe oder wie Theorie yz da hineinpasst. Und ich habe Angst, Konzept xy oder Theorie yz nicht (im Detail) zu kennen (weil es einfach zu weit weg ist von dem, was ich behandelt habe). Wie gehe ich damit charmant um? Meine momentane Strategie ist es, mir gut zu überlegen, wie ich meine Arbeit präsentiere und in welche Richtung die Diskussion gehen soll - das lässt sich ja steuern. Aber wenn jemand aus dem Publikum will, kann er/sie mich natürlich sehr wohl blamieren... . Ein grauenhaftes Gefühl.
(Melde mich später noch mal, hab's gerade bissi eilig.)
Gast
 

Re: Defensio

Beitragvon Gast » 10. Dezember 2008, 18:37

hm, das sind ja schon ganz gute überlegungen, die du da anstellst. ich denke eine gute präsentation ist schon die hälfte an gewinn. hat dir deine betreuerin irgendwelche tips gegeben wie du dich vorbereitest?? ich weiss noch gar nichts.muss jetzt denk ich mal ein paar monate warten, bis ich bescheid bekomme.
Gast
 

Re: Defensio

Beitragvon Gast » 10. Dezember 2008, 20:43

(hoffentlich) versteh ich jetzt was falsch (wegen publikum - blamieren)... zuhörer dürfen auch fragen stellen?
Gast
 

Re: Defensio

Beitragvon Gast » 10. Dezember 2008, 23:20

Also, ich muss vielleicht bissi konkreter werden. Ich habe nicht an der Uni Wien dissertiert (sondern an einer anderen Uni in Österreich. Diplom habe ich aber schon in Wien gemacht, bin Wienerin), meine Angaben beziehen sich also auf diese andere Uni. Da läuft das Rigorosum so ab, dass ich einen 20minütigen Vortrag über meine Diss halte, gefolgt von 10 Min Diskussion - bei der sehr wohl alle Anwesenden diskutieren können (=defensio). Es ist also so ähnlich wie auf einer Tagung. Danach verschwinden meine Prüfer, der Vorsitzende und ich in einen anderen Raum, wo ich ohne Zuhörer über meine Diss und das thematische Umfeld geprüft werde. Dieser zweite Teil wird - meist, hoffentlich - als Prüfungsgespräch betrachtet. Inhalt ist sowohl die Diss, als auch ein verwandtes Thema, das ich aber nicht in der Diss behandelt habe (das Thema wurde mit meinem Zweitprüfer abgesprochen - ich bete, dass er sich daran hält!) Das heißt, ich muss zwar nicht so Literatur lernen wie bei der Diplomprüfung (mehrere Wälzer), aber ich lese derzeit schon Literatur zu diesem verwandten (aber nicht abgehandeltem) Thema und lerne es. Und natürlich lese ich die Literatur, die ich für die Diss verwendet habe, auch noch einmal - schließlich ist die Arbeit am Literaturteil auch wieder einige Zeit her. Und ich hoffe, es bleibt genug Zeit, um auch noch jene Literatur zu suchen, finden, beschaffen und lernen, die zwischen Abgabe Diss und Rigorosum publiziert wurde - um wirklich am neuersten Stand zu sein.
Was kann ich noch schreiben? Ich werde den Raum nicht kennen, in dem die Prüfung stattfindet. Ich werde den Vorsitzenden das erste Mal bei der Prüfung sehen. Den Zweitprüfer habe ich auch erst ein einziges Mal gesehen. Und ich werde beim Publikum nicht wissen, ob die Personen, die drin sitzen, Studierende oder Doktoranden oder Assistenten oder Professoren (oder potentielle Arbeitgeber für die Zukunft?) sind - weil ich von der Uni niemanden kenne. Ich arbeite gerade daran, diesen Aspekt positiv zu sehen ;-)
Gast
 

Re: Defensio

Beitragvon Gast » 10. Dezember 2008, 23:36

Entschuldige, ich habe die Frage nach den Tips überlesen!
Meine Prüferin meinte nur, dass oft zwei Fehler bei der Präsentation gemacht werden:
1. Die Arbeit wird nicht gut verkauft, es wird zu wenig hervorgestrichen, was der Wert der Arbeit ist! Warum ist das interessant und relevant, was man gemacht hat? Was ist gut und bedeutend daran?
2. Verzetteln in Details

Mir haben diese Tips echt geholfen, weil ich mir natürlich tausend Dinge gedacht habe, die ich hätte besser oder zusätzlich machen können. Sowohl inhaltlich, als auch methodisch. Ich hätte vermutlich einiges davon erwähnt, um zu zeigen, dass ich meiner eigenen Arbeit gegenüber kritisch bin und dass ich aus meiner Arbeit gelernt habe. Das werde ich jetzt so nicht einbauen, weil es nicht darum zu gehen scheint, zu zeigen, dass man kritisch ist (außer dann bei der Prüfung im stillen Kämmerlein - siehe unten). Ich sehe es wirklich als Vortrag wie auf einer Tagung, und ich werde mir SEHR gut überlegen, welche Fragen ich für die Diskussion vorbereite! (Meine Professorin meinte, ich könne natürlich kritisch sein und auch zum Beispiel die Methodik kommentieren (und darauf eingehen, was alles problematisch war) - aber je methodischer ich werde, desto methodischer werden dann auch die Fragen sein. Und ich solle mir überlegen, ob ich das will.)
Gast
 

Re: Defensio

Beitragvon Gast » 11. Dezember 2008, 00:55

vielen dank für die infos!

angenommen, die diss wird kritisiert (methodische mängel zb); würde das nicht auch auf die betreuung/betreuenden prof zurückfallen?
Gast
 

Re: Defensio

Beitragvon Gast » 11. Dezember 2008, 19:37

also so wie du es beschreibst, wie intensiv du dich vorbereitest auf die prüfung glaub ich dass du sie mit bravour bestehen wirst. was ich schwierig finde, ist die arbeit in einem 20 minütigem vortrag zusammenzufassen. über den prüfungsablauf weiss ich nicht, wie das auf der uni wien gehandhabt wird. werde da mal mit meiner betreuerin sprechen und dann bescheid geben.
Gast
 

Re: Defensio

Beitragvon Gast » 11. Dezember 2008, 20:31

Naja, wenn ich wirklich vollkommenen Blödsinn gemacht habe und den beschreibe, dann fällt es wohl schon auch auf die Betreuerin/Begutachter zurück. Das wird wohl hoffentlich nicht der Fall sein. (Aber auch dann: ICH würde die Fragen beantworten müssen, es würde um MEIN Rigorosum gehen, ICH würde es abbekommen! Nicht diejenigen, die eh schon Prof. sind) Aber mit kritisch sein/Kritik meinte ich nicht, dass ich etwas falsch gemacht habe, sondern dass ich im Nachhinein natürlich leicht sehe, was ich besser oder zusätzlich hätte machen können, und ich habe auch bewusst (und abgesprochener Weise) nicht alles aus den Daten rausgeholt, was möglich ist (es gibt ja auch noch Artikel nach der Diss, die geschrieben werden wollen). Ich werde aber versuchen, das die Zuhörer nicht wissen/merken/ahnen zu lassen ;-)
Gast
 

Re: Defensio

Beitragvon Gast » 11. Dezember 2008, 21:16

wann ist es denn soweit bei dir? damit wir dir die daumen drücken können. darf ich fragen, wie lang bei dir die begutachtung gedauert hat??
Gast
 

Re: Defensio

Beitragvon Gast » 11. Dezember 2008, 21:26

Meine beiden Prüfer haben sich schon auf einen Termin geeinigt, jetzt muss noch ein Vorsitzender her - ich hoffe, ich erfahre morgen, dass es einen gibt und dass der vorgeschlagene Termin hält. Dann gebe ich ihn gerne bekannt :-) Würde mich auch wirklich sehr über gedrückte Daumen freuen!
Die Begutachtung war ein Wahnsinn. Ich habe meiner Betreuerin und Erstbegutachterin meine Diss zwischendurch (vor der Abgabe) abgegeben und hatte die Rückmeldung innerhalb von 10 Tagen. Dementsprechend hat das Gutachten von ihr auch nur ein paar Tage gedauert. Bei meinem Zweitbegutachter war es so, dass ich ihn angerufen habe um zu fragen, ob er als Begutachter zur Verfügung steht. Seine Antwort war ja, sofern ich das Gutachten nicht bald brauche. Ich bin kurz einmal in Ohnmacht gefallen (dachte mir, gut, 5 Monate wird es dauern), um dann zu hören, dass er vom Telefonat weg gerechnet erst in 2,5 Wochen (!) dazukäme, sich die Diss anzuschauen. Ich war hin und weg. Also auch hier hat es nur sehr kurz gedauert.

Ich wünsche Euch allen, dass Ihr genau so Glück habt (in diesem Punkt) wie ich!
Gast
 

Nächste

Zurück zu Archiv - Doktoratstudium & Dissertation



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste