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Datenaufbereitung

Fragen zur Planung, Untersuchungsdesign, Durchführung, Auswertung

Moderatoren: Jeff_Mangum, Michael Weber

Datenaufbereitung

Beitragvon alfi » 18. Juni 2009, 21:19

Ich möchte gerne metrische Variablen als UV in eine MANOVA integrieren. Dazu muss ich sie kategorisieren. Nun gibt es die Möglichkeit eines Median-Splits bzw. Mittelwert-Splits. Gibt es prinzipiell andere Möglichkeiten, wie ich metrische Variablen in kategoriale umwandeln kann? Freue mich über Beiträge!

LG
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Re: Datenaufbereitung

Beitragvon Gast » 18. Juni 2009, 21:34

...in drei/vier/fünf usw. gleich große Gruppe teilen - je nachdem wie viele Personen du hast?
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Re: Datenaufbereitung

Beitragvon dhb » 18. Juni 2009, 21:51

Kommt drauf an, was da gemessen wurde. Im Prinzip kannst du Gruppen bilden, wie du es für deine Fragestellung für sinnvoll hältst und eine brauchbare Gruppengröße zusammenbringst - ein bisschen mehr Info würde helfen.
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Re: Datenaufbereitung

Beitragvon Michael Weber » 19. Juni 2009, 07:56

außerdem kann man die metrische UV als Kovariate einbeziehen. dann muss man gar nicht gruppieren. Und:ch würde inhaltlich sinnvolle Gruppen bilden. Ich persönlich halte von Mediansplits nicht viel. Wenn ich z.B. Kindergartenkinder nach der Größe teile, sind die mit den hohe Werten auch keine Riesen und Basketballspieler der amerikanischen Nationalliga die unter dem Median liegen sind generell betrachtet auch nicht unbedingt klein

MfG

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Re: Datenaufbereitung

Beitragvon alfi » 22. Juni 2009, 10:00

Danke schon mal für die Beiträge! Es handelt sich bei den Variablen um Skalenwerte aus diversen Persönlichkeitsfragebogen und Leistungstests. Es handelt sich um eine spezielle Stichprobe (Bewerber) was zumindest bei den Persönlichkeitsfragebogen die Normalverteilung in Frage stellt. Da ich die multivariate NV allerdings nicht prüfen kann, dachte ich zuerst, ein Median-Split wäre eine gute Lösung. In diversen Statistik-Foren wird davon abgeraten, Median-Splits anzuwenden, da dies mit vielen Problemen verbunden sei, wie auch von Michael Weber erwähnt.

Wenn ich eine Kovarianzanalyse rechne, dann werden meine anderen Faktoren ja um den Effekt der Kovariate bereinigt. Was hat das für einen Einfluss (im Vergleich zur MANOVA) auf die Einzel(Haupt)effekte? Mich interessieren die einzelnen Haupteffekte auch an sich, wie sie eben durch die MANOVA geprüft werden.

Weiterer Vorschlag, was wäre, wenn ich, sagen wir nur die extremen Wertebereiche herausfiltere (z.B. 1-25% und 75-100%). Gäbe es außer der Kovarianzanalyse noch andere Möglichkeiten, wie ich eine metrische Variable für eine MANOVA besser aufbereiten kann?

Vielen Dank und lG
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Re: Datenaufbereitung

Beitragvon alfi » 22. Juni 2009, 15:38

...Problem bei der Kovarianzanalyse ist außerdem, dass man in SPSS die Kovariaten nicht als Achsen für die Liniendiagramme hinzufügen kann.
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Re: Datenaufbereitung

Beitragvon Michael Weber » 23. Juni 2009, 13:08

Für mich klingt das ganze eher nach einer bzw mehreren multiplen Regression(en). Hat also jede Menge metrische UVS die sich auf AV(s) auswirken. Kann hier auch sogenannte kanonische Korrelationen berechnen (die eben den Einfluss mehrerer UVs auf mehrere AVs prüfen). Allerdings finde ich die Ergebnisse nicht ganz so nett zu interpretieren. Eventuell wäre auch ein SEM geeignet.

Dass man metrische UVs nicht wie Faktoren darstellen kann, liegt daran, dass metrische Variablen eben keine Gruppen definieren und man sonst ja ein Streudiagramm hätte.

MfG

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Re: Datenaufbereitung

Beitragvon Michael Weber » 23. Juni 2009, 13:09

und schlussendlich könnte man mit den ganzen metrischen UVs auch noch eine Clusteranalyse rechnen und schauen, ob da sinnvoll interpretierbare Gruppen rauskommen und erst diese in die MANOVA einbauen

MfG

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Re: Datenaufbereitung

Beitragvon emergence » 30. März 2011, 14:19

Hallo,

möchte den Partnerschaftsfragebogen nach Hahlweg auswerten und die Daten in SPSS eingeben. Es gibt ja 3 Skalen, über die ich Summenwerte gebildet habe bzw. eine Gesamtsumme. Bildet jede der 30 Fragen eine eigene Variable, die ich eingeben muß oder arbeite ich nur mit den Summenwerten. Bzw. habe ich bei 3 Skalen auch 3 versch. Datensätze?

Lisi
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Re: Datenaufbereitung

Beitragvon marioo25 » 30. März 2011, 16:02

emergence hat am 30.03.2011 um 14:19:04 geschrieben:Hallo,

möchte den Partnerschaftsfragebogen nach Hahlweg auswerten und die Daten in SPSS eingeben. Es gibt ja 3 Skalen, über die ich Summenwerte gebildet habe bzw. eine Gesamtsumme. Bildet jede der 30 Fragen eine eigene Variable, die ich eingeben muß oder arbeite ich nur mit den Summenwerten. Bzw. habe ich bei 3 Skalen auch 3 versch. Datensätze?

Lisi


An sich sollte jede Frage eine Variable darstellen. Aus denen kannst du ja dann ohnehin im SPSS die Summenscores bilden.
Weiters kannst du dann auch testtheoretisch interessante Kennwerte wie die Reliablität für die einzelnen Skalen berechnen.
"Ich bin ein Gegner der Religion. Sie lehrt uns damit zufrieden zu sein, dass wir die Welt nicht verstehen!" (Richard Dawkins, 2008)
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Re: Datenaufbereitung

Beitragvon Gast » 16. Juni 2011, 09:36

Ich möchte einzelne Untertests zusammenfassen und damit dann weiterrechnen. Ich habe intervallskalierte Daten.
Meine Frage: Soll ich die Werte zusammenrechnen oder den Mittelwert bilden?

Ein Beispiel.
Untertest 1: 6 Punkte
Untertest 2: 4 Punkte

=> zusammengefasst= 10 Punkte oder Mittelwert= 5

lg Patricia
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Re: Datenaufbereitung

Beitragvon marioo25 » 16. Juni 2011, 11:30

Gast hat am 16.06.2011 um 9:36:46 geschrieben:Ich möchte einzelne Untertests zusammenfassen und damit dann weiterrechnen. Ich habe intervallskalierte Daten.
Meine Frage: Soll ich die Werte zusammenrechnen oder den Mittelwert bilden?

Ein Beispiel.
Untertest 1: 6 Punkte
Untertest 2: 4 Punkte

=> zusammengefasst= 10 Punkte oder Mittelwert= 5

lg Patricia



Im Prinzip ist beides ok.

Wenn du zB einen Fragebogen hast mit einer Skala von 1-4 und du hast zB 20 Items, dann ist es sicherlich von Vorteil, wenn du nicht einen Summenscore berechnest, der sich ja im Bereich von 20-80 befinden könnte, sondern einen Mittelwert. Das würde das ganze leichter interpetierbar machen, da man dann den Gesamtwert wieder auf das Niveau 1-4 gebracht hat.

Aber im Prinzip ist es vollkommen egal, die Ergebnisse würden ident sein. Lediglich Mittelwerte und Varianzen würden sich um einen bestimmten Faktor verschieben, aber die Signifikanzen und Effektstärken würden ident bleiben.
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Re: Datenaufbereitung

Beitragvon quickjack » 4. Mai 2014, 23:42

Hallo. ich habe eine ähnliche Frage. Ich habe einen Fragebogen zum Thema Prokrastination. tut eigentlich nichts zu Sache, könnte auch IQ sein oder persönlichkeit.

ich habe 61 testpersonen und soll jetzt schauen ob ich die in zwei oder mehr sionnvolle gruppen einteilen kann.

jetzt weiß ich auch nicht ob ich besser mittelwert mache oder doch lieber gesamtscore. ich habe mir schon einen boxplot von Spss rausgelassen, aber der sagt mir auch nicht viel.

für anregungen wäre ich sehr dankbar, danke euch! grüße!
quickjack
 

Re: Datenaufbereitung

Beitragvon Michael Weber » 7. Mai 2014, 08:19

Ob Mittelwert oder Gesamtscore ist völlig egal. Außerdem sollte man ohnehin z.b. eine Clusteranalyse oder Latent class Analyse auf Itemebene verwenden

MfG

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Re: Datenaufbereitung

Beitragvon quickjack » 7. Mai 2014, 16:08

wie mache ich eine clusteranalyse? über diagramme? latetnt class analysis sagt mir grad gar nix.

danke dir!
quickjack
 

Re: Datenaufbereitung

Beitragvon Michael Weber » 8. Mai 2014, 11:55

Analysieren Klassifizieren. Aber bitte vorher in das Thema einlesen. Zum irgendwie anwenden ist eine CA die falsche Methode. Sollte da schon genau wissen, was man wieso tut

MfG

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