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Clusteranalyse - KFA

Moderatoren: Jeff_Mangum, Michael Weber

Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Gast » 7. Januar 2004, 13:57

Kann mir jemand bitte den Unterschied zwischen Clusteranalyse und KFA erklären? Worin liegt der Unterschied?

Danke!

LG, Petra
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Michael Weber » 7. Januar 2004, 14:47

Bei der KFA geht´s darum "überzufällige Antwortmuster" herauszufinden. also zu schauen, ob bestimmte Merkmalskombinatio9nen deutlich "zu oft" oder deutlich zu selten" auftreten. Die Clusteranalyse gruppert Personen, die "einander ähnlich" sind.

LG

MW

P.S: das war die Ultra-Kurz-Erklärung ;o))
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Gast » 7. Januar 2004, 15:17

Hmmm... . Aber sind "überzufällige Antwortmuster" nicht Typen?
Ums konkreter zu machen: Ich erhebe 3 Komponenten (positive/negative Einstellung, großes/geringes Wissen, positive/negative Handlungen) und möchte schauen, ob sich Typen finden, in Abhängigkeit von den 3 erhobenen Komponenten. Das wäre doch eigentlich eine Clusteranalyse, oder? Aber eine KFA würde nicht viel anderes machen, nur daß sie von den "Typen" (Merkmalskombinationen) ausgeht und schaut, ob diese überzufällig oft auftreten oder nicht.
Was rechne ich also?

Danke, MW!

LG, Petra
Gast
 

Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Michael Weber » 7. Januar 2004, 16:09

Überzufällige Antwortmuster werden eh Typen genannt. Bei nur 3 dichotomen Variablen würde ich eher eine Latent Class Analyse machen. Hier werden Personen mit identen Antwortwahrscheinlichkeiten bei den einzelnen Items zusammengefasst. Aufgrund der geringen Itemszahl sind allerdings maximal 2 latente Klassen eruierbar. Kann damit aber mal schauen, ob man davon ausgehen kann, dass alle Personen aus einer Gruppe stammen oder ob´s mehrere Gruppen gibt.

LG

MW
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Michael Weber » 7. Januar 2004, 16:10

Wenn´s dich ned stört, schick mir mal die Daten und ich kann die LCA rechnen

LG

MW
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon unicorn » 7. Januar 2004, 16:46

Auch wenn ich hiermit öffentlich meine Unwissenheit offenbare: was verbirgt sich hinter dem Kürzel KFA?
lg, Timo
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Sirius » 7. Januar 2004, 20:46

Ich nehme stark an, dass damit die konfirmatorische Faktorenanalyse gemeint ist ;-)

Lg Sirius
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Gast » 7. Januar 2004, 23:54

Nein, sondern Konfigurationsfrequenzanalyse!
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Michael Weber » 8. Januar 2004, 00:15

@ KFA: wer sich dafür interessiert: das Buch dazu stammt von Krauth und gibt´s im Beltz Verlag.

LG

MW
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon unicorn » 8. Januar 2004, 10:19

Ist das für Nominaldaten gedacht?
lg, Timo
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Michael Weber » 8. Januar 2004, 10:44

Ja. Wie gesagt geht´s um Merkmalskombinationen. Wird eigentlich nur geschaut, ob´s welche gibt, die überzufällig oft (=Typ) bzw. selten (=Antityp) auftreten.

LG

Michael
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Gast » 29. März 2007, 12:29

ich habe eine clusteranalyse gerechnet und anschließend zur überprüfung eine diskriminanzanalyse meiner 3-clusterlösung. ich sehe nun, dass ich zwei signifikante Funktionen habe, somit also drei gruppen. anhand der standardisierten kanonischen diskriminanzkoeffizienten kann ich sehen, welche wichtigkeit die merkmalsvariablen innerhalb der beiden funktionen haben, aber ich checke einfach nicht, welche werte ich nun heranziehen muss, um meinen gruppen "benennen" zu können???
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Michael Weber » 29. März 2007, 14:51

ich würde die DA "nur" verwenden, um zu sehen, ob die Zuteilung zu den Gruppen auch gut funktioniert (unter classify die summery tabels und die leaving one out method anklicken).
Um die Gruppen zu benennen würde ich eine Varianzanalyse rechnen und mir die Mittelwerte jener Variablen ansehen, in denen sich die 3 Gruppen unterschieden und anhand der Mittelwert dann versuchen, geeignete Namen für die Gruppen zu finden

MfG

MW
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Gast » 30. März 2007, 00:17

vielen dank erstmals!
ich hab das jetzt so "probiert" und möcht nochmal nachfragen, ob ich das richtig verstanden habe:

ich habe anschließend an meine clusteranalyse eine einfaktorielle ANOVA gerechnet, wobei ich unter AV meine Merkmale rübergespielt habe, anhand derer ich die Cluster bilde und als faktor habe ich meine, durch die clusteranalyse erworbene clusterlösung rübergespielt. dann habe ich mir den "test auf homogenität der varianzen" angesehen und die merkmale (variablen), die signifikant wurden vermerkt.
...ich hoffe, dass stimmt soweit...
und dann habe ich mir auch die "diagramme der mittelwerte" ausgeben lassen, wobei ich hier auf der x-achse meine cluster sehen und auf der y-achse die mittelwerte. hier kann ich sozusagen sehen, in welchem cluster der mittelwert am höchsten ist, wo also die variable (merkmal) überrepräsentiert ist und anhand der info kann ich meine cluster benennen. hast du das so graphisch gemeint mit "mittelwerte ansehen"?

und was meinst du mit "die DA nur machen, um zu sehen ob das ergebnis gut ist"? was muss ich bei der DA dann interpretieren? die eigenwerte, signifikanz bei wilks lambda, damit ich weiß, wieviele diskriminanzfunktionen es gibt?
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Michael Weber » 30. März 2007, 11:08

Also die Testung homogenität der Varianzen (levene Test bzw. Levene plus Box M bei Multivariaten) ist KEINE Prüfung der Mittelwertsunterschiede, sondern, ob die Varianzen in den einzelnen Gruppen gleich sind.

@ Mittelwertsdiagramme: ja genau

kann bei der DA die Klassifikationsstatistiken (mit und ohne Fallausklassung) ansehen. Zuordnungsgenauigkeit sollte bei 85 - 90% liegen. Dann sind Cluster wirklich gut anhand der Variablen vorhersagbar

MfG

MW
Zuletzt geändert von Michael Weber am 4. Mai 2007, 23:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Gast » 30. März 2007, 13:53

na gut, wenigestens das mit den mittelwertdiagrammen habe ich verstanden...

aber bezüglich der varianzanlyse, die du mir empfohlen hast, um die merkamale zu identifizieren, an hand derer ich meine cluster "benennen" kann, da steh ich auf der leitung!
also der "test auf homogenität der varianzen" ist da falsch, weil er wie du gesagt hast schaut, ob die gruppen homogen sind. was mach ich aber nun, um die merkmale zu identifizieren, die mir die einzelnen gruppen unterscheiden? lass ich mir da bei der diskriminanzanalyse die "univariate ANOVA" ausgeben (da steht dann im output: "gleichheitstest der gruppenmittelwerte") und da such ich mir dann die signifikanten variablen raus, die ich mir anschließend in den mittelwertdiagrammen ansehe?

(tut mir leid, dass ich so mühsam nachfragen muss...)
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Gast » 4. Mai 2007, 16:20

Darf/ soll ich mit einem Cluster weiter rechnen, den ich aus vier Faktoren gebildet habe, bei denen ich im Nachhinein drauf gekommen bin, dass diese Faktoren untereinander korrelieren...lt. "Schäfchen Buch" sollten die Faktoren ja nicht korrelieren, aber wenn man eine inhaltlich plausible Erklärung hätte, dann schon?

LG, Ricki
Gast
 

Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Michael Weber » 4. Mai 2007, 23:31

@ anonym vom 30-03

sorry, hab posting übersehen. Wenn die Varianzen nicht gleich sind kann man einen Kruskal Wallis Test verwenden. Da kann mna dann auch schauen bei welchen Variablen die Gruppen sich unterscheiden. Und dort wo es Unterschiede gibt, kann mna dann paarweise U-Tests rechnen

@ Ricki

ja, denn in der Clusteranalyse ist die Unabhängigkeit der "Indikatoren" keine Voraussetzung. Korrelationen zwischen den Skalen kommen wohl daher, dass Items mitverrechnet wurden, die in mehr als einem Faktor eine bedeutsame Ladung haben. Ein Ausweg wäre, mit Faktorscores zu rechnen. Ist aber auch ned unbedingt ideal, da Ergebnis der FA ja sehr stichprobenabhängig ist.

MfG

MW
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Gast » 5. Mai 2007, 01:06

Danke, Michael...eigentlich sind die Faktoren aus einer Faktorenanalyse. Ich habe zwei Verfahren einer FA unterzogen, wobei jeweils (in Übereinstimmung mit der Literatur....jippiieh) 2 Faktoren raus kamen, diese insgesamt 4 Faktoren habe ich dann in einer Clusteranalyse untersucht.
Jetzt habe ich mal geschaut ob die 4 Faktoren untereinander korrelieren und sie tun es, und zwar auch diejenigen die aus einer FA gebildet wurden....kann das überhaupt sein, oder hab ich irgendwo nen Hund drin?

Vielen, vielen Dank noch Mal,
liebe Grüße,
Ricki
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Michael Weber » 6. Mai 2007, 00:06

wie gesagt, wenn items, die man in einer FA analysiert in beiden Faktoren laden, man bei der Skalenbildung die Items dann aber nur einem faktor zurechnet, kommt es zu korrelationen zwischen den Faktoren

LG

MW
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Gast » 5. Juni 2007, 21:04

lieber michael, hätte da ein grundsätzliches problem:

ich habe testergebnisse von leistungstests. dann hab ich daten von unterschiedlichen erhebungssintrumenten. ich will wissen, wie diese beiden gschichten zaumhängen (leistung - infos aus erhebungsintrumenten); jetzt hab ich:

1. die stichprobe setzt sich aus gruppen zusammen. für die gruppen, aus denen sich die stichprobe zusammensetzt habe ich für die leistungstests mittelwerte berechnet. dann hab ich über die verschiedenen untersuchungsintrumente clusteranalysen berechnet und dann mittels einfaktorieller anova geschaut, ob sich die daraus gebildeten gruppen bezüglich ihren leistungen unterscheiden. habe leider keine relevanten infos bekommen, sprich gruppen ließen sich zwar bilden aber sie unterschieden sich nicht in unterschiedlichen leistungstests

2. darum hab ichs dann anders versucht und hab daufgrund der unterschiedlichen leistungen über perzentile leistungsgruppen gebildet und über einfaktorielle anova geschaut ob sich diese gruppen aufgrund der items aus den erhebungsinstrumentenen unterscheiden. hier bekomme ich auch einige ganz brauchbare ergebnisse.

meine frage nun: ist mein zweiter weg methodisch ok?
Gast
 

Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Michael Weber » 11. Juni 2007, 14:05

AQlso die Fragestellung klingt sehr nach einer kanonischen Korrelation (Vorhersage von mehreren AVs anhand mehreres UVs).
Um genauer sagen zu können, ob die Vorgehensweise korrekt ist, müsste ich wissen, was mit "unterschiedflichen" Erhebungsinstrumenten gemeint ist bzw. was hier wie gemessen wurde.

MfG

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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Isabella82 » 31. März 2009, 15:56

Hallo!
Ich verwende im Zuge einer Internetforenanalyse, eine Clusterzentrenanalyse zur Gruppenbildung. Die Clusterzentrenanalyse verwende ich weil die Datenmenge für eine Clusteranalyse zu groß ist.
Ich habe 12 verschiedene Kategorien bzw. Themen zu denen die User etwas geschrieben haben oder eben auch nicht. Natürlich haben viele User nur zu einem oder wenigen Kategorien etwas geschrieben, allerdings sind keine dabei die zu keiner der Kategorien etwas gepostet haben. Meine Daten sind dichotom (also Posting zu diesem oder jenem Thema Ja/ Nein)Trotzdem erhalte ich bei der Clusterzentrenanalyse einen Cluster mit Personen die scheinbar zu keiner Kategorie passen. Wie kann das sein. Das ist übrigens nur bei der endgültigen Lösung so und nicht bei den anfänglichen Clusterzentren. Gibt es irgendwie die Möglichkeit es so einzustellen, dass es bei der Anfänglichen Lösung bleibt, diese wäre nämlich, seltsamer weise, sinnvoller und auch viel logischer.
Ich wäre sehr dankbar wenn mir jemand helfen könnte!
Lg Isa [5]
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Michael Weber » 31. März 2009, 16:36

wieviele Personen sind das denn und: wäre die (bei entsprechender Stichprobengröße) eine Latent Class Analyse nicht weit sinnvoller (gerade bei dichotomen daten). Kann dafür das Freewareprogramm LEM verwenden.
Auch eine Konfigurationsfrequenzananlyse (KFA) )ebenfals bei enstprechender Stichprobengröße) erscheine mir besser passend als eine Clusterzentrenananlyse

MfG

MW
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Michael Weber » 31. März 2009, 16:39

Nachtrag: war bis dato eigentlich immer der Meinung, dass Clusterzentrenanalysen nur für metrischen Daten sinnvoll sind bzw. man wenn zuerst mal Ähnlichkeits bzw. Unähnlichkeitsmaße zwischen den Personen errechnen lassen müsste um das dann weiterzuverarbeiten. Werde mich da mal schlau machen

MfG

MW
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Isabella82 » 1. April 2009, 10:50

Danke für die Hilfe!
Wenn dir sonst nch was einfällt wärs lieb wenn du mir bescheid gibst!

Lg Isabella
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Isabella82 » 1. April 2009, 11:03

Hallo!
Noch eine blöde Frage. Wo kann ich LEM runterladen. Hab ein bisschen im Web gesucht, aber ich bin mir nicht sicher ob es das Richtige ist.

Lg Isabella
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Michael Weber » 1. April 2009, 13:58

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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Isabella82 » 2. April 2009, 14:16

Danke!!!!

Lg Isabella
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon helly » 8. März 2010, 13:16

Ich habe Rang- und Intervalldaten in meiner FB-Auswertung und deshalb eine Two-Step-Clusteranalyse gemacht. Jetzt habe ich (in einer Variable) 2 Cluster A+B, aber mir ist nicht klar, wie ich mit getrennten Clustern Berechnungen durchführen kann. Also, wenn ich z.B. aufgrund der Fragestellung nur mit Cluster A (oder mit Cluster B) weiterrechnen möchte. Wie komme ich zu einer neuen Variable Cluster/Gruppe A?

Eine weitere Frage von mir ist, wie ich die Cluster grafisch darstellen könnte. Das funktioniert bei mir leider im Moment gar nicht. Würde mich über eine Hilfestellung sehr freuen, weil ich mit meinen Auswertungen momentan "anstehe".
LG
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon marioo25 » 8. März 2010, 15:11

helly hat am 08.03.2010 um 12:16:50 geschrieben:Ich habe Rang- und Intervalldaten in meiner FB-Auswertung und deshalb eine Two-Step-Clusteranalyse gemacht. Jetzt habe ich (in einer Variable) 2 Cluster A+B, aber mir ist nicht klar, wie ich mit getrennten Clustern Berechnungen durchführen kann. Also, wenn ich z.B. aufgrund der Fragestellung nur mit Cluster A (oder mit Cluster B) weiterrechnen möchte. Wie komme ich zu einer neuen Variable Cluster/Gruppe A?

Eine weitere Frage von mir ist, wie ich die Cluster grafisch darstellen könnte. Das funktioniert bei mir leider im Moment gar nicht. Würde mich über eine Hilfestellung sehr freuen, weil ich mit meinen Auswertungen momentan "anstehe".
LG
Helly


Also wenn ich deine Frage richtig verstehe, dann hast du die Gruppenzugehörigkeit der Personen als Variable ausgegeben, dh bei jeder Person steht entweder Cluster A oder B (also 1 bzw. 2).
Wenn du jetzt nur mit Personen eines Clusters rechnen willst, dann musst du auf Daten - Fälle auswählen und dann bei "Falls" einfach den Namen deiner Clustervariable auswählen und dann die entsprechende Zahl hinschreiben, die dem Cluster zugeordnet ist, mit dem du rechnen willst, zB Cluster=1
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon helly » 8. März 2010, 17:51

@marioo25
Ganz genauso hätte ich gerne den Output, dass nämlich die Cluster-Gruppenzugehörigkeit bei jeder Person steht. Aber bei den stetigen Variablen (den FB-Items) kommt beispielsweise im Output unter „Clusterverteilung“ : „Clu1 N=71, %=39 und Clu2 N=95, %=56“. In den „Clusterprofilen“ stehen dann die Mittelwerte und Standardabweichungen - wieder pro FB-Item und nicht pro Person.

Meinst du, es ist möglich, dass du mir kurz den Weg skizzieren kannst, wie bei einer Two-Step-Clusteranalyse die Gruppenzugehörigkeit der Personen als Variable erscheint? Wenn möglich, wäre toll.
lg
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon marioo25 » 8. März 2010, 20:15

helly hat am 08.03.2010 um 16:51:27 geschrieben:@marioo25
Ganz genauso hätte ich gerne den Output, dass nämlich die Cluster-Gruppenzugehörigkeit bei jeder Person steht. Aber bei den stetigen Variablen (den FB-Items) kommt beispielsweise im Output unter „Clusterverteilung“ : „Clu1 N=71, %=39 und Clu2 N=95, %=56“. In den „Clusterprofilen“ stehen dann die Mittelwerte und Standardabweichungen - wieder pro FB-Item und nicht pro Person.

Meinst du, es ist möglich, dass du mir kurz den Weg skizzieren kannst, wie bei einer Two-Step-Clusteranalyse die Gruppenzugehörigkeit der Personen als Variable erscheint? Wenn möglich, wäre toll.
lg
Helly


Ich hab bis jetzt noch nie ein Two-Step-CA berechnet. Daher weiß ich nicht wirklich wie das geht. Ich hab deine Frage zuvor etwas anders verstanden.

Aber ich vermute mal, dass irgendwo, bevor du die Berechnungen durchführen lässt, in einer Bereich Optionen oder Speichern oder Statistik, es möglich sein sollte die Clusterzugehörigkeit pro Person als Variable speichern zu lassen.
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon helly » 9. März 2010, 08:44

@marioo25
Danke für die Tipps. Wenn es klappen sollte, poste ich es.
lg
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon helly » 10. März 2010, 09:52

@marioo25

Hat geklappt! :) Muss gestehen, die Variable (Gruppenzugehörigkeit der Personen) war im SPSS-Output eh schon gespeichert, habe scheinbar den Wald vor lauter Bäume nicht gesehen. Jedenfalls ist der von dir aufgezeigte Weg der richtige, wenn man nur mit einer Gruppe weiterrechnen möchte. Danke nochmals!
lg
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Beitragvon Gast » 29. März 2010, 21:48

Ich habe den Auftrag bekommen, meine Stichprobe (n = 90) mittels einer Clusteranalyse in schüchtern vs. nicht schüchtern zu unterteilen (anhand von 3 speziellen Skalen aus der Toddler-Temperament-Scale; Daten sind metrisch). Da ich annähernd gleich große Cluster zum Weiterrechnen erhalten möchte, hatte ich geplant, eine hierarchische Clusteranalyse mit Ward-Methode und quadr. eukl. Abstand zu berechnen. Die 3 Skalen aus der Toddler-Temperament-Scale korrelieren aber alle untereinander (bei einem Signifikanzniveau von 0.01 hat die höchste Korr. einen WErt von .513). Deswegen bin ich im Moment ziemlich ratlos... Ich würde mich sehr über einen Tipp freuen, wie ich diese DAten mittels Clusteranalyse richtig unterteilen kann.
Vielen Dank, lg lisa
Gast
 

Re:

Beitragvon marioo25 » 30. März 2010, 11:15

Gast hat am 29.03.2010 um 21:48:17 geschrieben:Ich habe den Auftrag bekommen, meine Stichprobe (n = 90) mittels einer Clusteranalyse in schüchtern vs. nicht schüchtern zu unterteilen (anhand von 3 speziellen Skalen aus der Toddler-Temperament-Scale; Daten sind metrisch). Da ich annähernd gleich große Cluster zum Weiterrechnen erhalten möchte, hatte ich geplant, eine hierarchische Clusteranalyse mit Ward-Methode und quadr. eukl. Abstand zu berechnen. Die 3 Skalen aus der Toddler-Temperament-Scale korrelieren aber alle untereinander (bei einem Signifikanzniveau von 0.01 hat die höchste Korr. einen WErt von .513). Deswegen bin ich im Moment ziemlich ratlos... Ich würde mich sehr über einen Tipp freuen, wie ich diese DAten mittels Clusteranalyse richtig unterteilen kann.
Vielen Dank, lg lisa


Wenn ich mich recht entsinne, dann hab ich mal gelesen, dass Skalen die >.9 korrelieren nicht gemeinsam in die CA miteinbezogen werden sollten.
Da bei dir der höchste Koeffezient .513 beträgt, sollte dies kein Problem darstellen.
Werd zu Hause mal nachsehen und dir dann erneut bescheid geben.
marioo25

 
 
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Gast » 31. März 2010, 11:31

Vielen Dank! Bitte kannst du mir dann auch gleich die Quelle dazuschreiben. Danke, lg lisa
Gast
 

Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon marioo25 » 2. April 2010, 22:18

Gast hat am 31.03.2010 um 11:31:41 geschrieben:Vielen Dank! Bitte kannst du mir dann auch gleich die Quelle dazuschreiben. Danke, lg lisa



hatte noch keine Zeit zum nachschauen, aber ich glaub ich habs im Backhaus gelesen. Aber an sich ist es logisch, dass man eine Variable die mit einer anderen zu über .9 korreliert ausscheiden kann, da sie einen beträchtlichen gemeinsamen Varianzanteil aufweisen.
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon schlecksi » 18. März 2011, 17:28

Hallo!
Hab schon wieder so eine "was ist der Unterschied zwischen.."-Frage :) Was ist denn eigentlich der Unterschied zwischen Clusteranalyse und Latent-Class-Analyse? Die dahinterstehende Testtheorie vielleicht (Klassisch vs. probabilistisch?)?

Lg, schlecksi
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Michael Weber » 20. März 2011, 17:23

Die Zugänge von Cluster und Latent Class Analyse sind komplett anders. Bei der Clusteranalyse wird von "Ähnlichkeiten" oder "Unterschieden" zwischen "Objekten" ausgegangen, die man aufgrund der Ausprägungen der einzelnen für die Clusterung herangezogenen Variablen "berechnet". Es gibt dann auch mehrere Methoden nach denen die Personen "geclustert" werden. Auch fü die Wahl der Clusteranzahl gibt es keine inferenzstatistischen Methoden.
Anders die LCA. Diese basiert im Wesentlichen auf der Analyse der Wahrscheinlichkeiten von Antwortmustern. Primär wird vermutet, dass alle Personen einer Gruppe enstammen und die entsprechenden Parameter (Wahrscheinlichkeiten dass Personen eine gewisse Antwort auf ein Itm geben) berechnet. Weiters wird analysiert, ob die Häufigkeiten, mit denen die Antwortmuster in den Daten vorkommen, der Annahme einer Klasse mit den geschätzten Parametern überprüft. Passen die Daten nicht auf das "Modell" wird eine weitere Klasse angenommen, und die Parameter (Klassengrößen und pro Klasse möglicherweise unterschiedliche Wahrscheinlichkeiten auf eine Frage eine bestimmte Antwort zu geben) abermals geschätzt. Und jetzt kommt wieder die Prüfung der Passung der in den daten gefundenen Häufigkeiten mit dem Modell. Das geht jetzt solange bis man entweder ein Modell hat, von dem sich die Daten statistisch nicht signifikant unterscheiden oder man abbrechen muss, weil weitere Modelle mehr Parameter hätten als aus den daten schätzbar sind.

MfG

MW
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon schlecksi » 21. März 2011, 11:17

Vielen Dank!

Lg, schlecksi
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Fay » 16. Mai 2011, 11:12

Ich hab auch eine Frage: Ich hab einen Fragebogen (Entwicklungseinschätzung durch Eltern) selbst zusammengestellt und erhebe damit die Entwicklung von kleinen Kindern, wo natürlich das Alter einen großen Einfluss hat. Da die Faktorenanalyse (die ich anfangs rechnen sollte) kaum Varianz erklärt hat, sollte ich nun eine Clusteranalyse der Variablen machen, damit diese zu einzelnen Entwicklungsbereichen zusammengefasst werden, die ich dann interpretieren kann. Ich hab allerdings bei allen Versuchen Items in den Clustern, die überhaupt nicht zusammenpassen (egal, welche Methode ich auswähle), und dann noch das Problem, dass sich natürlich "einfachere" Items zusammengruppieren und "schwierigere Items". Gibts da eine Möglichkeit, dass man in der Clusteranalyse eine Art Kontrollvariable einfügt oder gibts überhaupt ne sinnvollere Methode, wie ich das berechnen kann? (Es sind zwei Versuchs- und eine Kontrollgruppe, die ich später vergleichen will und insgesamt hab ich Daten von ca. 160 Kindern.)
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Michael Weber » 17. Mai 2011, 16:32

Nun , da es Aufabe der Clsuteranalyse ist Objekte zusammenzugruppieren die entweder ähnlich genatwortet haben bzw auf de ähnlich geantwortet wurde ist das Ergebnis absolut verständlich und schlüssig. Wäre es nicht sinnvoller anstatt der Items Personen zu gruppieren?

MfG

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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Fay » 18. Mai 2011, 10:29

Naja, es sollten daraus Entwicklungsbereiche entstehen. Ich hab knapp 50 Items und die sollen in Bereiche unterteilt werden. Bei den Personen hab ich ja ohnehin schon drei natürliche Gruppen, die brauche ich nicht mehr zu gruppieren. Kann ich die Items auch einfach inhaltlich gruppieren und mit einer Reliabilitätsanalyse kontrollieren? Oder gibts noch irgend ein anderes Verfahren, das mir die Variablen in Bereiche aufteilt?
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Michael Weber » 19. Mai 2011, 23:33

Nun alle statisischen methoden basieren auf der Art wie Personen die Fragen beantwortet haben. Also eben auf Korrelationen (wie bei der FA) oder eben ähnliche Zahlen bei Items vergeben (wie z.B. bei der CA). Nach inmhaltlcihen Aspekten kann statistisch eben nicht gruppiert werden.

MfG

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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Gast » 20. Oktober 2011, 12:16

Hallo!

Ich möchte mit 2 Variablen eine hierarchische Clusteranalyse nach der Ward-Methode rechnen, bin mir jetzt aber nicht sicher, ob die Variablen das gleiche Skalenniveau haben bzw. ob ich eine Standardisierung mit Z-Werten vornehmen muss ("Methode" --> "Werte transformieren" --> "Standardisieren: Z-Werte"). Bei der ersten Variable haben die Testpersonen Werte zwischen 0 und 3 (zb 1.98; 1.17; 2,41), bei der zweiten Variable hat jede Person den Wert 0, 1, 2 oder 3.
Es wäre toll wenn ihr mir da weiterhelfen könntet! :)

LG
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon marioo25 » 20. Oktober 2011, 12:55

Gast hat am 20.10.2011 um 12:16:46 geschrieben:Hallo!

Ich möchte mit 2 Variablen eine hierarchische Clusteranalyse nach der Ward-Methode rechnen, bin mir jetzt aber nicht sicher, ob die Variablen das gleiche Skalenniveau haben bzw. ob ich eine Standardisierung mit Z-Werten vornehmen muss ("Methode" --> "Werte transformieren" --> "Standardisieren: Z-Werte"). Bei der ersten Variable haben die Testpersonen Werte zwischen 0 und 3 (zb 1.98; 1.17; 2,41), bei der zweiten Variable hat jede Person den Wert 0, 1, 2 oder 3.
Es wäre toll wenn ihr mir da weiterhelfen könntet! :)

LG



Auf jeden Fall mit standardisierten Werten rechnen.
"Ich bin ein Gegner der Religion. Sie lehrt uns damit zufrieden zu sein, dass wir die Welt nicht verstehen!" (Richard Dawkins, 2008)
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Gast » 20. Oktober 2011, 12:57

Danke! :)
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Gast » 8. Januar 2012, 18:53

Hallo!

Ich möchte im Anschluss an meine hierarchische Clusteranalyse nach der Ward-Methode eine Clusterzentrenanalyse berechnen, um die Clusterlösung zu optimieren. Allerdings bekomme ich immer folgende Fehlermeldung: "Text: DatenSet2
Die Datei, auf die im Unterbefehl FILE verwiesen wird, verfügt nicht über das richtige Format für die anfänglichen Clusterzentren von QUICK CLUSTER.
Die Ausführung dieses Befehls wurde unterbrochen."
Hat jemand Erfahrung damit und weiß, was das Problem sein könnte?
Ich habe folgendes gemacht:
Neues Datenblatt mit den Variablen der Clusteranalyse und der Clustervariable (Ward Method) erstellt - für die einzelnen Variablen habe ich die Mittelwerte für die jeweiligen Gruppen eingegeben. Dann habe ich im ursprünglichen Dokument die Clusterzentrenanalyse aufgerufen, Variablen und Fallbeschriftung eingegeben und "Anfangswerte einlesen" (aus dem neu erstellten Datenblatt) angekreuzt. Bei Anzahl der Cluster habe ich meine Anzahl eingegeben, bei Methode "Iterieren und klassifizieren" eingegeben, Max.zahl der Iterationen auf "25" geändert, "Clusterzugehörigkeit speichern" angegeben und bei Optionen noch "anfängliche Clusterzentren" und "ANOVA Tabelle" ausgewählt. Der Rest nach Standardeinstellungen. Ich habe auch darauf geachtet, dass die Variablennamen/-bezeichnungen genau übereinstimmen, aber es dürfte trotzdem irgendwas nicht passen, weil eben ständig diese Fehlermeldung kommt.
Wär super, wenn sich da wer auskennt und mir weiterhelfen könnte!
Danke und LG :)
Gast
 

Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Michael Weber » 8. Januar 2012, 21:36

Es klingt richtig. Es ist schwer zu sagen wo genau der Fehler liegt. Ich würde zur Sicherheit das neu erstellte File speichern und erst dann auf diese File zugreifen (und kein offenes verwenden). Evetuell hilft das

MfG

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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Gast » 12. Januar 2012, 12:20

Hallo,
ich hätte eine Frage bezüglich des Mittelwertdiagramms, das man sich für die verschiedenen Clustertypen ausgeben lassen kann. es gibt ja auch die option, alle Cluster in EINEM Mittelwertdiagramm darzustellen, so dass man sie übersichtlich miteinander vergleichen kann. kann mir viell jemand sagen, wie ich das in SPSS erstellen kann?
danke im voraus und lg
Gast
 

Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Michael Weber » 12. Januar 2012, 18:17

Es stellt sich die Frage, von welchen Variablen die Mittelwerte dargestellt werden sollen. Wenn s um die Variablen geht, die dazu verwendet wurden, die Cluster zu bilden, dann z.B. via einer Varianzanalyse mit Messwiederholungen (bzw genauer und die Terminologie von A Field verwendend, einer MIXED MODEL ANOVA). dazu sollten die Variablen aber metrisch und zumindest halbwegs NV pro Gruppe sein

MfG

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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Gast » 14. Januar 2012, 18:02

Danke für die schnelle Antwort!
ja genau, es geht um die Mittelwerte der Variablen, mit denen die Cluster gebildet wurden. Wenn ich eine Varianzanalyse durchführe, gibts ja die Option sich die Mittelwert - Diagramme ausgeben zu lassen. ich hätte aber gern ein Diagramm (wenn das möglich ist???), das mir alle Clusterproflile mit den enstprechenden Mittelwertausprägungen in EINEM anzeigt.
Danke und lg
Gast
 

Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Michael Weber » 20. Januar 2012, 15:42

na dann eben MIXED ANOVA. Innersubjektfaktor: Variablen die zum clustern verwendet wurden, Zwischensubjektfaktor: Clusterzugehörigkeit

MfG

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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Gast » 21. März 2013, 15:34

Hallo.
Ich häng bei meiner KFA und kann mir auch mit dem Buch von Eye (2002) nicht weiterhelfen. Vielleicht kann mir jemand Rat geben.

Hab bei einer Fragestellung 3 Variablen mit 3 (Geschlechtsstereotype), 17 (Berufsbranchen) und 2 (Geschlecht) Kategorien. Wenn ich eine first-order-KFA rechnen möchte, sind die erwarteten Häufigkeiten alle annähernd gleich, obwohl die beobachteten Häufigkeiten sehr unterschiedlich sind. Wenn ich die erwarteten Häufigkeiten händisch berechne, kommen auch andere Werte heraus, die eher stimmen dürften.
Kann das an der großen Anzahl von Konfigurationen liegen? Ich kann die 17 Kategorien bei den Berufen aber nicht kürzen, die Einteilung ist an eine Liste der WKO angelehnt und darauf basieren auch meine Daten. Im KFA-Manual von von Eye steht auch, dass bis zu 999 Konfigurationen möglich sind, drum weiß ich echt nicht, was da los ist.
Beim Versuch den Lehmacher-Test zu rechnen schließt sich das Programm überhaupt ganz.

Und auch wenn ich Diskriminationstypen berechnen möchte, bekomme ich zwar ein Output-File, jedoch steht da nur die Randverteilungstabelle und "The z-approximation of the binomial test will be performed." - Ende. Was kann das sein?

Ich hoffe es hat jemand eine Ahnung, was da falsch läuft.
Hab echt schon so viel herumprobiert.

Danke schon mal und lG
Karin
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Michael Weber » 23. März 2013, 22:53

Ich würde mich hier direkt an Prof von Eye wenden. So wie ich Ihn kenne, hilft er bestimmt

MfG

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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Gast » 1. April 2013, 17:39

Danke, hab schon rausgefunden, dass das Programm für max. 10 Kategorien konstruiert wurde.

Hm, ich befasse mich gerade mit der Option loglineare Analyse im SPSS zu machen. Finde aber keine konkrete Info, wann ich KFA und wann loglineare Analyse verwenden darf. KFA gilt als parameterfreie Version der log-lin. Analyse, aber nachdem die Daten ja kategorial sind fragei ch mich, was das jetzt bedeutet. Weil NV hab ich ja nicht, also was wird bei der log-lin Analyse mehr vorausgesetzt? Oder kann ich zur Not damit rechnen?
Bin schon ganz blöd...sorry falls die Frage blöd ist aber ich komm nicht drauf.

LG
Gast
 

Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Michael Weber » 3. April 2013, 10:24

Kommt auf die erwarteten Häufigkeiten an. log lin Analysen setzen ja asympotitische Chi² Verteilung voraus, also streng genommens olltend ie erwarteten Häufigkieten nicht unter 5 bzw 1 fallen (je nachdem wie streng man das sieht). Generell sind sich die beiden Verfahren ziemlich ähnlich, allerdings mit anderen Zielen und demnach leicht verschiedenen Schwerpunkten. bei der riesigen Zahl an Kombinationen wird´s allerdings generell mühsam

MfG

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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Gast » 9. April 2013, 10:24

Hi, ich habe 8 Variablen die ich für die Clusteranalyse verwenden möchte, alle sind auf dem selben Skalenniveau und gleich abgestuft (1,2,3) daher dachte ich, die Variabeln nicht standardisieren zu müssen. Wenn ich aba einmal mit den unstandardisierten und einmal mit den standardisierten Variablen rechne, kommen mir andere Ergebnisse heraus, wie kann das sein? bzw. sollte ich mit den standardisierten Werten rechnen obwohl die Variablen schon in denselben Einheiten vorliegen?
Gast
 

Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Gast » 10. April 2013, 14:44

Hi, mittels single linkage methode lassen sich ja Ausreißer erkennen,

ich hab mir zuerst die Koeffizienten angeschaut letzten: 11,9 - 12,1 - 12,5 - 15,8 - 38,83 würde demnach einen Ausreißer haben. Meine erste Frage, wie finde ich heraus welche Fallzahl das ist um die richtige zu löschen, is das die spalte gleich links davon?
wenn ich mit zusätzlich das Dendrogramm anschaue, sehen die letzten 3 Fälle aus, wie ein kleiner dreizack, sind das dann laut grafik nicht eigentlich 3 Ausreißer?

jetzt bin ich ein wenig verwirrt, nimmt man die Koeffizenten zur Ausreißer identifizierung oder eher das Dendrogramm?
Gast
 

Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Michael Weber » 10. April 2013, 19:23

Ich versteh die Interpretation nicht, dass der Koeffizientenverlauf für einen Ausreißer spricht. Ich sehe nur, dass ich eine 2 Clusterlösung nehmen würde, da ein Cluster deutlich schlechter auf die Daten passt als die 2 Clusterlösung.

MfG

MW
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Gast » 10. April 2013, 20:04

Gast hat am 09.04.2013 um 10:24:25 geschrieben:Hi, ich habe 8 Variablen die ich für die Clusteranalyse verwenden möchte, alle sind auf dem selben Skalenniveau und gleich abgestuft (1,2,3) daher dachte ich, die Variabeln nicht standardisieren zu müssen. Wenn ich aba einmal mit den unstandardisierten und einmal mit den standardisierten Variablen rechne, kommen mir andere Ergebnisse heraus, wie kann das sein? bzw. sollte ich mit den standardisierten Werten rechnen obwohl die Variablen schon in denselben Einheiten vorliegen?
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Re: Clusteranalyse - KFA

Beitragvon Michael Weber » 11. April 2013, 11:04

Nur weil die Variablen dasselbe Grundformat haben, heißt es ja nicht, dass sie dieselbe Verteilung haben. Und bei einer Skala mit nur 3 Stufen würde ich nicht von intervallskalierten Daten und schon gar keine NV annehmen.

LG

Michael
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